Der Dax hat am Donnerstag deutlich zugelegt und ist knapp unter die Marke von 25.000 Punkten geklettert. Vor allem ein Gerichtsurteil in den USA sorgte für einen Kurssprung bei Bayer, während Fresenius Medical Care das Schlusslicht im Leitindex bildete. Positive Konjunkturdaten aus den USA sowie Quartalszahlen von Micron Technology stützten die Stimmung an den Märkten.
Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Dax am Donnerstag mit 24.995 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start legte der Index weitgehend kontinuierlich zu.
Bayer mit Kurssprung, Fresenius Medical Care am Ende der Dax-Tabelle
Mit einem kräftigen Kurssprung standen die Papiere von Bayer an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Hintergrund ist ein Urteil des obersten US-Gerichts zu dem Herbizid Roundup zugunsten des Konzerns. Das Dax-Schlusslicht bildeten die Papiere von Fresenius Medical Care.
Analyst sieht „Idealszenario“ für Anleger
„Die guten Nachrichten reißen fast wie bestellt nicht ab“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow laut dts Nachrichtenagentur. Er hob neben den Quartalszahlen von Micron Technology auch positive Konjunkturdaten aus den USA hervor. „Sowohl das BIP-Wachstum als auch der Arbeitsmarkt präsentierten sich besser als erwartet“, so Lipkow gegenüber der dts Nachrichtenagentur. „Und der PCE-Deflator lag im Rahmen der Erwartungen und deutet damit keinen unerwarteten Inflationsdruck an“, sagte er der dts Nachrichtenagentur.
Für die Anleger entstehe so ein „Idealszenario, das in Kombination mit der Erleichterung nach den Micron-Ergebnissen auch zu dunkelgrünen Vorzeichen für den Handelsstart an der Wall Street sorgt“, erklärte der Analyst der dts Nachrichtenagentur. „Damit könnten sich die dunklen Wolken, die in der vergangenen Woche am Aktienmarkt aufzogen, schneller wieder verziehen als gedacht und einer konjunkturellen Schönwetterfront Platz machen“, so Lipkow laut dts Nachrichtenagentur.
Energiemärkte und Währungen in Bewegung
Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juli kostete 41 Euro und damit ein Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis stieg hingegen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 74,87 US-Dollar, das waren 1,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1378 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8789 Euro zu haben.
