# Dax steigt deutlich, Nahostkonflikt und Inflationsrisiken bleiben Belastung Datum: 30.03.2026 17:51 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-steigt-deutlich-nahostkonflikt-und-inflationsrisiken-bleiben-belastung-697643/ --- Der Dax hat zum Wochenbeginn deutlich zugelegt und ist am Montag mit 22.562 Punkten aus dem Xetra-Handel gegangen, was einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag entspricht. Die Entwicklung an den Finanzmärkten bleibt jedoch stark von den Ereignissen im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf Energiepreise und Inflation geprägt. ## Dax-Anstieg trotz belastender Rahmenbedingungen Zum Wochenstart ist der Dax deutlich gestiegen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Leitindex mit 22.562 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, ordnete die Lage ein: „Das Handelsgeschehen im Dax wird weiter maßgeblich von den Nachrichten aus dem Nahen Osten bestimmt“, sagte er. „Heute haben die Worte des US-Präsidenten über den fortschreitenden Verhandlungserfolg mit dem Iran die Stimmung zumindest mal wieder etwas aufgehellt. Zwölf von 15 Punkten im Forderungskatalog seien bereits erfolgreich verhandelt, hieß es aus dem Weißen Haus. Der Wahrheitsgehalt und die tatsächlichen Fortschritte in den Gesprächen lassen sich allerdings nicht wirklich verifizieren.“ ### Unsicherheit durch Energiepreise und Inflation Lipkow zufolge bleibe „alles in allem die Marktlage schwierig“. Es sei weiterhin kaum abzuschätzen, wie schnell sich die steigenden Energiepreise in den Teuerungsraten zeigen würden und wie teuer Öl noch werden könne. „Eines ist aber sicher: Die zerstörte Infrastruktur im Nahen Osten wird mit großer Sicherheit einen schnellen disinflationären Trend verhindern.“ Zur Preisentwicklung in Deutschland sagte der Marktanalyst weiter: „Im März ist die Inflation in Deutschland bereits wieder auf 2,7 Prozent angesprungen. In Anbetracht der stark gestiegenen Energiepreise hätten die Verbraucherpreise aber auch über das Niveau von drei Prozent klettern können. Nun muss sich zeigen, ob die preisdämpfenden Wirkungen im April ihre Gültigkeit behalten. Die Gefahr eines Inflationsschocks kann nicht von der Hand gewiesen werden. Parallelen zur Zeit nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine sind erkennbar.“ ### Geringes Handelsvolumen, fester Goldpreis, schwächerer Euro „Derzeit helfen dem Dax das eher geringe Handelsvolumen und der dadurch abnehmende Verkaufsdruck. Noch ist es aber zu früh, um Entwarnung geben zu können. Sollte es zu einem Einsatz von US-Bodentruppen im Irankrieg kommen, müsste sicherlich ein neues Kapitel aufgeschlagen werden“, so Lipkow. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1456 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8729 Euro zu haben. Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.551 US-Dollar gezahlt (+1,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 127,71 Euro pro Gramm. Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 112,50 US-Dollar, das waren 3 Cent oder 0,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück