# Dax startet schwächer – Anleger warten auf US-Arbeitsmarktdaten Datum: 05.06.2026 09:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-startet-schwaecher-anleger-warten-auf-us-arbeitsmarktdaten-719562/ --- Der Dax ist am Freitagmorgen mit Abschlägen in den Handel gestartet. Belastet wird die Stimmung an den Märkten unter anderem von Gewinnmitnahmen im Technologie- und Halbleitersektor sowie den anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Zudem richten sich die Blicke der Anleger auf wichtige Konjunkturdaten und anstehende Notenbanksitzungen. ## Dax mit leichten Verlusten zum Handelsstart Am Freitagmorgen wurde der deutsche Leitindex Dax gegen 9:30 Uhr mit rund 24.865 Punkten berechnet und lag damit 0,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. Auch an den asiatischen Börsen überwog zum Wochenausklang Zurückhaltung. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, verwies auf eine Abkühlung der jüngsten Euphorie rund um Technologie- und Halbleiterwerte. „An den Börsen in Asien nehmen die Anleger weiter Gewinne mit, nachdem sich mit den Zahlen von Broadcom am Mittwochabend etwas Ernüchterung in die euphorische Stimmung gemischt hat“, sagte Lipkow. „Wurde zuvor noch beinahe blind alles gekauft, was mit Künstlicher Intelligenz und Halbleitern zu tun hatte, wird jetzt erst einmal Kasse gemacht und auf die entsprechenden Fakten gewartet, die die hohen Bewertungen rechtfertigen können.“ ### Geopolitische Unsicherheiten und Rohstoffpreise Zusätzlich dämpfen die Spannungen im Nahen Osten die Risikobereitschaft. Laut Lipkow löse sich die Situation zwischen den USA, Israel und dem Iran nur sehr schleppend auf. „Israel konnte zwar offiziell eine Waffenruhe mit dem Libanon verkünden, diese aber wurde von der Hisbollah abgelehnt. Auch die Situation im Iran bleibt unklar und die Nachrichtenlage ändert sich stündlich. Weiterhin hohe Ölpreise halten den Preisdruck aufrecht.“ Der Ölpreis zeigte sich am Freitagmorgen etwas schwächer. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 94,68 US-Dollar, das waren 35 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. Auch der Goldpreis gab nach: Am Morgen wurden für eine Feinunze 4.465 US-Dollar gezahlt, ein Minus von 0,3 Prozent. Das entspricht einem Preis von 123,43 Euro pro Gramm. ### Blick auf US-Arbeitsmarkt und Notenbanktermine Im weiteren Tagesverlauf rücken Konjunkturdaten und geldpolitische Signale in den Fokus. „Heute Nachmittag stehen die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten auf der Agenda. Der Bericht dürfte nach den zuletzt gesehenen ADP-Daten und den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung von hohem Interesse nicht nur für die Anleger sein“, sagte Lipkow. „In den kommenden beiden Wochen stehen die Sitzungen der Europäischen Zentralbank, der Federal Reserve und der Bank of England auf dem Plan, weshalb dieser Bericht entscheidend sein könnte, um die nächsten Zinsschritte einschätzen zu können. Für die europäischen Investoren gibt es heute noch die Daten zum Bruttoinlandsprodukt der Eurozone“, so der Marktanalyst weiter. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagmorgen leicht fester. Ein Euro kostete 1,1630 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8598 Euro zu haben. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück