Der Dax hat zum Wochenstart nachgegeben und ist am Montag mit einem Minus von 0,6 Prozent aus dem Handel gegangen. Während nur wenige Einzelwerte zulegen konnten, belasteten geopolitische Spannungen, geldpolitische Unsicherheiten und hohe Erwartungen an das Wachstumsthema Künstliche Intelligenz die Stimmung. Parallel legten Euro, Gold und Öl im Tagesverlauf zu.
Dax schließt im Minus – nur wenige Gewinner
Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Dax am Montag mit 24.616 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Zu den wenigen Gewinnern gehörten unter anderem die Aktien von Infineon, Adidas und Daimler Truck. Am unteren Ende der Kursliste fanden sich dagegen die BASF, Heidelberg Materials und Brenntag wieder.
Analyst sieht „Drahtseilakt zwischen Hoffnung und Realität“
„Die Anleger bewegen sich weiterhin in einem Spannungsfeld aus geopolitischen Risiken, geldpolitischer Unsicherheit und hohen Erwartungen an das strukturelle Wachstumsthema Künstliche Intelligenz“, sagte Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research. Der Dax wirke zunehmend wie ein Drahtseilakt zwischen Hoffnung und Realität, gestützt von der KI-Euphorie als zentralem Wachstumstreiber, aber begrenzt durch geopolitische Störfeuer und geldpolitische Bremsanker. „Geldpolitische Unsicherheiten treffen dabei auf geopolitische Risiken aus dem Iran-Konflikt, wobei Anleger zugleich an der Erwartung einer möglichen diplomatischen Lösung zwischen Washington und Teheran festhalten.“
„Die KI dürfte jedoch ein zweischneidiges Schwert bleiben, insbesondere im Kontext des erwarteten Börsengangs von SpaceX, der die Bewertungsfantasie im Technologiesektor zusätzlich verstärkt. Sollte diese nachlassen oder sich die Wachstumserwartungen im Bereich Künstliche Intelligenz nicht in der erhofften Geschwindigkeit materialisieren, könnte es zu einer breiteren Neubewertung von Risikoanlagen kommen“, sagte Emden.
Euro, Gold und Öl im Plus
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1539 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8666 Euro zu haben.
Der Goldpreis stieg leicht an, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.337 US-Dollar gezahlt (+0,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 120,83 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 94,74 US-Dollar, das waren 1,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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