# Dax rutscht tiefer: Hohe Ölpreise und Nahost-Krise belasten Datum: 20.04.2026 12:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-rutscht-tiefer-hohe-oelpreise-und-nahost-krise-belasten-704823/ --- Der Dax hat am Montagmittag seine Verluste nach einem schwachen Start ausgeweitet. Der Leitindex notierte deutlich im Minus, während steigende Ölpreise und die angespannte Lage im Nahen Osten für zusätzliche Unsicherheit an den Finanzmärkten sorgten. Marktbeobachter rechnen in den kommenden Wochen mit anhaltend hoher Volatilität. ## Dax rutscht weiter ab – Energiewerte gefragt Am Montag gegen 12:30 Uhr wurde der Dax mit rund 24.370 Punkten berechnet und lag damit 1,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten RWE, die Deutsche Börse und die Commerzbank, am Ende SAP, MTU und Volkswagen. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, führte die Entwicklung auf eine wieder gestiegene Verunsicherung zurück. „Nach jeder Menge Hoffnung noch am Freitagnachmittag ist über das Wochenende die Verunsicherung an die Börse zurückgekehrt und die wieder deutlich gestiegenen Ölpreise bereiten den Investoren Sorgen“, sagte Lipkow laut CMC Markets. „Je länger sich die Preise auf dem hohen Niveau halten, desto größer werden die Auswirkungen auf die Teuerungsrate und das Konsumverhalten.“ Dabei komme es aus seiner Sicht nicht darauf an, ob ein Barrel Öl über oder unter 100 US-Dollar koste, als vielmehr auf den Trend und die Verweildauer des Preises auf dem erhöhten Niveau. ### Belastungsfaktor Nahost-Konflikt Lipkow verwies zudem auf die geopolitische Lage: „Die Situation im Nahen Osten hat sich wieder verschlechtert und die Halbwertszeit der Nachrichten aus dieser Region wird zunehmend kürzer“, so der Marktanalyst. „Mit jedem weiteren Abbruch der Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien schwindet die Motivation für neue Ansätze und mit ihr auch die Motivation der Anleger für Aktienkäufe.“ Die Waffenruhe sei aus seiner Sicht „de facto nur auf dem Papier vorhanden und die vielen kleinen Brandherde in der Region und dem Iran ließen sich kaum vollständig kontrollieren und löschen.“ Die kommenden Wochen werden dem Marktexperten zufolge volatil bleiben und viele Überraschungen bereithalten. Insbesondere in Kombination mit der laufenden Berichtssaison könne so eine explosive Mischung für die Finanzmärkte entstehen. „Zuletzt konnte dies gut nach den Quartalszahlen von Netflix beobachtet werden. Wer sich hierbei zu weit aus dem Fenster lehnt, kann eine harte Landung erleben“, sagte Lipkow laut CMC Markets. ### Stärkerer Euro, steigender Ölpreis Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagmittag fester. Ein Euro kostete 1,1767 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8498 Euro zu haben. Parallel dazu zog der Ölpreis deutlich an. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 94,55 US-Dollar; das waren 4,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück