# Dax rutscht leicht ab: Nahostkonflikt treibt Energiepreise Datum: 29.04.2026 17:59 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-rutscht-leicht-ab-nahostkonflikt-treibt-energiepreise-707519/ --- Der Dax hat am Mittwoch nach einem freundlichen Start ins Minus gedreht und den Handel mit leichten Verlusten beendet. Belastet wurde der Markt vor allem durch die weiter steigenden Energiepreise und die Unsicherheit über die Reaktion der großen Notenbanken. Zugleich sorgten robuste Unternehmensdaten für eine gewisse Stabilisierung des Leitindex. ## Dax setzt Konsolidierung unter der Marke von 24.000 Punkten fort Am Mittwoch schloss der Dax im Xetra-Handel mit 23.955 Punkten und damit 0,3 Prozent unter dem Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start drehte der Index schnell ins Minus und schwankte anschließend unter dem Schlussstand vom Dienstag. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, ordnete die Entwicklung ein: „Mehr als eine Stabilisierung des Dax auf dem Niveau von 24.000 Punkten war heute nicht drin“, kommentierte er laut CMC Markets. „Einerseits übt der Konflikt im Nahen Osten über die Energiepreise Druck auf die Wirtschaft, auf die Inflation und damit auf die Geldpolitik der großen Notenbanken aus. Andererseits können viele Unternehmensdaten positiv überraschen und den trüben Konjunkturaussichten trotzen. Dieses ambivalente Umfeld nutzte der Dax heute für eine Fortsetzung der Konsolidierung.“ Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Papiere von Adidas, Scout 24, Infineon und Airbus an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Am Tabellenende fanden sich die Aktien von Siemens Healthineers sowie die Papiere der Rückversicherer Münchener Rück und Hannover Rück wieder. ### Sorgen um Energiepreise und Geldpolitik Mit Sorge blickten die Anleger auf die weiter steigenden Rohölpreise und mit Spannung auf die anstehende Reaktion der US-Zentralbank Federal Reserve, so Lipkow. Zu den Inflationsdaten sagte er: „Die für Deutschland veröffentlichten Verbraucherpreise lagen mit einem Anstieg in der Jahresrate von 2,9 Prozent und in der Monatsrate von 0,5 Prozent im Rahmen der Erwartungen und leicht darunter. Noch zeigen sich also keine dynamischen Inflationstendenzen in Deutschland“, erklärte der Analyst gegenüber CMC Markets. „In den anderen europäischen Ländern hatten sich diese teilweise bereits bemerkbar gemacht.“ Die Notenbanker dies- und jenseits des Atlantiks müssten nach Einschätzung Lipkows abschätzen, wie stabil sich die Konjunktur in den betroffenen Ländern darstelle und welche negativen Auswirkungen der Konflikt im Nahen Osten auf die Preise und den Konsum haben werde. „Keine leichte Aufgabe, die sowohl bei einer Überreaktion als auch bei einem zu langen Warten negative Folgen haben kann“, so Lipkow laut CMC Markets. „Der Aktionsradius der Notenbanken ist damit insgesamt relativ klein.“ ### Deutlich steigende Gas- und Ölpreise, Euro schwächer Unterdessen stieg der Gaspreis deutlich: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 47 Euro und damit acht Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben. Auch der Ölpreis legte stark zu: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 117,60 US-Dollar, das waren 5,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittwochnachmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1696 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8550 Euro zu haben. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück