# Dax rutscht ins Minus, Anleger flüchten vor Risiko Datum: 24.04.2026 12:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-rutscht-ins-minus-anleger-fluechten-vor-risiko-706422/ --- Der Dax hat am Freitag nach einem zunächst verhaltenen Start bis zum Mittag ins Minus gedreht. Belastet wurde der Leitindex vor allem von steigenden Ölpreisen und der wachsenden Nervosität der Anleger vor dem Wochenende. Unterstützung kam dagegen von einzelnen Schwergewichten wie SAP. ## Dax rutscht unter Vortagesniveau Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex Dax mit rund 24.080 Punkten berechnet, was 0,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag lag. „Der Dax hadert weiter mit der Marke von 24.000 Punkten“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Schützenhilfe im Kampf um das primär aus psychologischer Sicht wichtige Niveau leisten die Aktien des Schwergewichts SAP. Insgesamt aber nimmt die Nervosität vor dem Wochenende spürbar zu und die Investoren nehmen Risiko aus den Depots. Die weiter anziehenden Ölpreise stellen einen Belastungsfaktor dar, da sich die Inflationsfrage für die Zukunft immer deutlicher stellt“, so Lipkow laut CMC Markets. ### Anleger setzen auf defensive Werte „Das risikoaverse Handelsverhalten rückt die Aktien von SAP, Siemens Energy, Deutsche Börse und Deutsche Telekom in den Fokus. Weniger gesucht sind die klassischen zyklischen Aktien, wobei BASF eine Ausnahme darstellt. Die Aussicht auf stark steigende Nachfrage nach Petrochemikalien durch Produktionsausfälle macht die Aktien des größten europäischen Chemiekonzerns interessant. Es muss sich jedoch noch herausstellen, ob am Ende die Effekte aus höheren Verkaufspreisen oder die negativ wirkenden Einkaufspreise überwiegen“, erklärte Lipkow weiter laut CMC Markets. ### Erzeugerpreise, Zinsen und Rohstoffmärkte „Die grundsätzlichen Preissteigerungen lassen sich in den deutschen Erzeugerpreisen erkennen. Diese lagen mit einem Anstieg von 2,5 Prozent für März über dem erwarteten Zuwachs von lediglich 1,4 Prozent. Das dürfte mittelfristig Einfluss auf die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank haben und die Renditen an den Anleihemärkten weiter belasten“, sagte Lipkow laut CMC Markets. „Die Gesamtsituation bleibt schwierig abzuschätzen und kann sich sekündlich verschlechtern oder entspannen. Keine einfache Ausgangslage für die Anleger und in der aktuellen Ausprägung durchaus einzigartig“, so Lipkow laut CMC Markets. Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1689 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8555 Euro zu haben. Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.682 US-Dollar gezahlt (-0,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 128,78 Euro pro Gramm. Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 107,20 US-Dollar, das waren 2,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück