# Dax lässt deutlich nach – Tech-Zahlen und Energiepreise belasten Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-30T18:22:05+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-30T18:22:10+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/dax-laesst-deutlich-nach-tech-zahlen-und-energiepreise-belasten-772608/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Zum Wochenausklang hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.818 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen bis kurz vor Handelsschluss die Aktien von Bayer mit einem kräftigen Kurssprung von über fünf Prozent, gefolgt von den Papieren von Scout24 und von Beiersdorf. Am Ende der Kursliste standen dagegen bis kurz vor Handelsschluss die Anteilsscheine von Siemens Energy mit einem Kurseinbruch von über sechs Prozent, gefolgt von den Papieren von Infineon und der Deutschen Bank. ## Technologieaktien und Energiepreise belasten "Vor dem Wochenende ziehen sich die Anleger zunehmend an die Seitenlinie zurück, ohne den Aktienmärkten allerdings vollständig den Rücken zu kehren. An den US-Börsen könnte es dennoch turbulent werden, denn die Investoren müssen die jüngsten Quartalszahlen von Amazon und Intel verarbeiten und ihre Positionen entsprechend anpassen. Besonders im Technologiesektor wächst die Nervosität", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. ### Hyperscaler unter Druck Ausgerechnet die bislang "wichtigste Stütze der US-Aktienmärkte" zeige zunehmend Risse. "Nach Meta Platforms und Alphabet hat nun auch Amazon die hohen Erwartungen der Anleger nicht vollständig erfüllen können. Damit geraten gleich drei der großen US-Hyperscaler unter Druck. Die enormen Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur werfen immer drängendere Fragen nach ihrer Rentabilität auf. Die Anleger zweifeln nicht grundsätzlich am Potenzial künstlicher Intelligenz, wohl aber daran, wie schnell sich die milliardenschweren Ausgaben tatsächlich auszahlen werden”, so der Marktanalyst weiter. Hinzu kämen die anhaltend hohen Energiepreise und ihre Auswirkungen auf die Inflation. "Die Notenbanken stehen dabei vor einem kaum lösbaren Dilemma. Weitere Zinserhöhungen könnten zwar den Konsum und die Investitionstätigkeit bremsen, würden aber nichts an den geopolitischen Ursachen der hohen Energiepreise ändern. Im schlimmsten Fall würde die Geldpolitik die Konjunktur zusätzlich schwächen, ohne den eigentlichen Preisdruck entscheidend zu reduzieren", so Lipkow. Immerhin lieferten die jüngsten US-Inflationsdaten etwas Entlastung. "Die Verbraucherpreise sind im Oktober mit 2,8 Prozent weniger stark gestiegen als die erwarteten 3,0 Prozent. Das dürfte den Anlegern zunächst etwas Zuversicht zurückgeben und die Sorgen vor einer unmittelbar bevorstehenden weiteren geldpolitischen Straffung verringern", so der Marktanalyst. Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1163 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8958 Euro zu haben. Der Goldpreis war stark im Rückwärtsgang, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 3.900 US-Dollar gezahlt (-3,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 112,31 Euro pro Gramm. Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 117,60 US-Dollar, das waren 2,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück