# Dax knapp im Plus – Autoaktien bleiben größte Belastung Datum: 17.06.2026 17:59 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-knapp-im-plus-autoaktien-bleiben-groesste-belastung-723526/ --- Der Dax hat am Mittwoch nach einem schwachen Start leicht zugelegt und schloss knapp unter der Marke von 25.000 Punkten. Belastet wurde der Leitindex vor allem von schwachen Automobilwerten, während Aktien von Bayer und der Commerzbank zu den Favoriten der Anleger zählten. Gleichzeitig blickten Investoren gespannt auf die anstehende Sitzung der US-Notenbank und deren neuen Vorsitzenden Kevin Warsh. ## Leichte Gewinne im Dax, Autos bremsen Der Dax ging am Mittwoch mit 24.935 Punkten aus dem Xetra-Handel und lag damit 0,1 Prozent über dem Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start drehte der Leitindex am Mittag vorübergehend ins Plus und hielt sich anschließend unter Schwankungen in der Nähe des Vortagsniveaus. Bis kurz vor Handelsschluss führten die Aktien von Bayer und der Commerzbank die Kurstafel an. Am Ende der Liste standen die Automobilwerte Porsche, Volkswagen, Mercedes Baz und BMW. „Der Automobilsektor bleibt die Bremse für den Dax und hält den Index weiter unter 25.000 Punkten“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, die Entwicklung. „Nach Volkswagen schlägt nun auch BMW vorsichtigere Töne an. Beide Konzerne weisen darauf hin, dass die Absatzkrise noch nicht vorbei ist und sich der Wettbewerb in den wichtigsten Märkten weiter verschärft hat.“ Damit sei die Hoffnung vieler Investoren auf eine baldige Erholung in der deutschen Kernbranche verfrüht gewesen, erklärte der Analyst laut CMC Markets. ### Druck auf Premiumautobauer und Einfluss der Inflation „Bisher galten die Premiumhersteller als relativ krisensicher und unangreifbar, da sich der Verdrängungswettkampf tendenziell in der Mittelklasse abgespielt hatte. Jetzt aber ist der Preiskampf auch in Teilen des Premiumsegments angekommen und drückt auf die Margen der deutschen Autobauer“, so Lipkow weiter gegenüber CMC Markets. „Die Inflation leistet ihrerseits einen Beitrag zum Absatzrückgang, da immer mehr Verbraucher ihre Autokäufe aufschieben oder auf Modelle aus dem Mittelklassesegment umsteigen.“ ### Blick auf US-Notenbank und Entwicklung an den Rohstoffmärkten Unterdessen warten Investoren auf die Sitzung der US-Notenbank und insbesondere auf die Äußerungen ihres neuen Vorsitzenden Kevin Warsh, erklärte Lipkow im Gespräch mit CMC Markets. „Kevin Warsh tritt kein leichtes Amt an und muss in große Fußstapfen treten. Die konjunkturelle Situation in den USA zeigte sich zuletzt robust, aber mit geringer Dynamik“, sagte der Analyst. „Die Preissteigerungen dämpften aber die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen. Jetzt will der Markt wissen, wie die neue geld- und zinsmarktpolitische Strategie aussieht und wie sich die einzelnen Mitglieder des neuen Rates bei Zinsentscheidungen verhalten werden.“ Am Energiemarkt gab der Gaspreis nach: Eine Megawattstunde Gas zur Lieferung im Juli kostete 42 Euro und damit ein Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben. Der Ölpreis zog hingegen an: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 80,15 US-Dollar, ein Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des vorherigen Handelstags. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich etwas schwächer. Ein Euro wurde am Mittwochnachmittag mit 1,1592 US-Dollar gehandelt, ein Dollar kostete entsprechend 0,8627 Euro. Der Goldpreis legte zu: Für eine Feinunze wurden am Nachmittag 4.357 US-Dollar gezahlt, ein Anstieg um 0,6 Prozent. Das entspricht einem Preis von 120,85 Euro pro Gramm. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück