# Dax kaum verändert – abwartende Haltung dominiert Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-24T18:12:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-24T18:12:10+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/dax-kaum-veraendert-abwartende-haltung-dominiert-746995/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Zum Wochenstart hat sich der Dax kaum verändert. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.106 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. "Zum Wochenstart herrschte wenig Bewegung im Dax", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Die gute Nachricht aber ist, dass sich der Index trotz der wieder zunehmenden Unsicherheiten sowohl auf geopolitischer Ebene im Nahen Osten als auch auf wirtschaftspolitischer Ebene mit einer neuen Strafzolltirade aus dem Weißen Haus stabil über 26.000 Punkten hält. Gestützt wurde der Markt sowohl von den schwächeren Rohölpreisen als auch von einem schwächeren Dollar gegenüber dem Euro. Beide Entwicklungen reduzieren die potenziellen Inflationsgefahren und nehmen den Anlegern die Sorgen vor einer Notenbank, die daraufhin geldpolitisch reagieren müsste.“ ## Abwartende Haltung vor wichtigen Daten "Insgesamt aber bleiben die Investoren vor den anstehenden Nvidia-Zahlen, den PCE-Deflator-Daten und dem Notenbankertreffen in Jackson Hole an den Seitenlinien. Das Risiko, bei Enttäuschungen auf dem falschen Fuß erwischt zu werden oder aber bei weiter steigenden Kursen Rendite zu verpassen, ist hoch. Dann lieber die Ereignisse abwarten und sich je nach Ausgang des Events neu positionieren." ### Investoren bleiben an der Seitenlinie "Die größte Unbekannte sind in dieser Woche ohne Zweifel die Quartalszahlen und der Ausblick des KI-Highflyers Nvidia mit den darin enthaltenen Hinweisen auf die Entwicklung bei den Rechenzentren. Die Skepsis in Bezug auf die hohen Investitionen der KI-Unternehmen in die Infrastruktur in Kombination mit den hohen Anleiherenditen sorgt derzeit für Kaufzurückhaltung bei den Technologietiteln. Zudem führt die aktuelle Dollar-Schwäche zu relativ schwächeren Gewinnen der ausländischen Investoren in US-Aktien. Ein länger anhaltender Abwärtstrend des Greenbacks könnte diese mittel- bis langfristig unattraktiver machen." "Auch wenn die Impulse insgesamt also derzeit überschaubar bleiben, haben die wenigen, anstehenden Events viel Überraschungspotenzial in alle Richtungen", sagte Lipkow. Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1669 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8570 Euro zu haben. Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.662 US-Dollar gezahlt (+1,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 128,45 Euro pro Gramm. Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 92,41 US-Dollar, das waren 198 Cent oder 2,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück