# Dax im Plus, doch Nahost- und Ölrisiken verunsichern Anleger Datum: 31.03.2026 12:49 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-im-plus-doch-nahost-und-oelrisiken-verunsichern-anleger-697932/ --- Der Dax hat sich am Dienstag nach einem verhaltenen Start bis zum Mittag ins Plus gedreht. Der deutsche Leitindex wurde gegen 12:30 Uhr mit rund 22.725 Punkten berechnet, was einem Anstieg von 0,7 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag entspricht. An der Spitze der Kursliste lagen Rheinmetall, Zalando und die Commerzbank, während BASF, Heidelberg Materials und Fresenius das Ende bildeten. ## Dax stabilisiert sich trotz Unsicherheit im Nahen Osten Nach einem zunächst zögerlichen Handelsbeginn hat sich der Dax bis zum Dienstagmittag in den grünen Bereich vorgearbeitet. Gefragt waren insbesondere die Aktien von Rheinmetall, Zalando und der Commerzbank, während BASF, Heidelberg Materials und Fresenius zu den größten Verlierern zählten. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, verwies auf die anhaltenden geopolitischen Risiken. „Die Anleger trauen dem Braten im Nahen Osten nicht wirklich“, sagte Lipkow laut CMC Markets. „Noch pendeln ihre Gedanken zwischen der Angst, eine Erleichterungsrallye zu verpassen, und den Befürchtungen einer erneuten Eskalation hin und her und halten den Dax auf dem aktuellen Kursniveau fest.“ ### Inflationssignale aus dem Chemiesektor Im Fokus steht nach Einschätzung von Lipkow auch die weitere Inflationsentwicklung. Die Frage bleibe, „wann und wie stark sich die gestiegenen Energiepreise auch in den Teuerungsraten aufzeigen werden“. Lipkow verwies auf eine aktuelle Unternehmensreaktion: „Am Montag kündigte Europas größter Chemiekonzern BASF bereits an, vereinzelte Preiserhöhungen wegen der gestiegenen Preise für die Grundprodukte und Rohstoffe vornehmen zu müssen. Der Chemiesektor ist im Hinblick auf die Inflationsentwicklungen sehr sensitiv und dadurch ein guter Indikator.“ ### Geopolitische Risiken und Rohstoffpreise Ob der Dax in der laufenden Korrektur seine Tiefststände bereits hinter sich gelassen hat, bleibt nach Ansicht von Lipkow offen. „Dass der Dax seine Tiefstkurse in dieser Korrektur bereits gesehen habe, sei alles andere als sicher“, so Lipkow. „Die militärischen Auseinandersetzungen laufen noch und die Rohölpreise verweilen über dem Kursniveau von 100 US-Dollar. Sollte es trotz aller Verhandlungsbemühungen um einen Waffenstillstand am Ende doch zu einem Bodentruppeneinsatz der USA im Iran kommen, dürften die Karten an der Börse noch einmal neu gemischt werden und Europa dabei sicherlich keinen Trumpf erhalten.“ Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Dienstagmittag etwas fester. Ein Euro kostete 1,1465 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8722 Euro zu haben. Der Ölmarkt stand ebenfalls im Zeichen weiter steigender Preise. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 115,20 US-Dollar; das waren 2,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück