# Dax gibt nach – Gas- und Ölpreise sinken Datum: 06.08.2026 01:22 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-gibt-nach-gas-und-oelpreise-sinken-739840/ --- Der Dax schloss am Mittwoch mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 26.126 Punkten. Nach einem freundlichen Start bauten sich die Zugewinne schnell ab. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und im Roten Meer belasteten die Stimmung. ## Analysten sehen Vorsicht und geopolitische Risiken Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, kommentierte: „Die Rally in der ersten Wochenhälfte über 24.600 Punkte hat den Dax viel Kraft gekostet“. Er erklärte: „In Anbetracht der überraschenden Dynamik und der Schnelligkeit, in der der Markt in den ersten beiden Handelstagen des Monats von einem Rekord zum nächsten geeilt ist, werden die Anleger jetzt vorsichtiger. Auch wenn viele Unternehmen mit besser als erwarteten Quartalszahlen glänzen, werden vereinzelt Gewinne mitgenommen.“ Zudem seien die Anleger erneut von der Realität im Nahen Osten eingeholt worden. Lipkow führte aus: "Der Iran und die USA haben ihre Gespräche als fragil bezeichnet und rechnen nicht mit einem Abschluss innerhalb der nächsten 48 Stunden". Er ergänzte: "Zugleich verschärfen die Huthi-Rebellen ihren Kurs im Roten Meer und beabsichtigen, weitere Öltanker abzufangen. Die geopolitische Gemengelage überlagert damit etwas die Rekordstimmung." ### Halbleiterzyklus und Kursentwicklung Bei Infineon würden die Aussichten unklarer und die Gefahr eines abrupten Endes des Halbleiterzyklus nehme zu, erklärte der Analyst. "China kommt mit großen Schritten und massiven Investitionen näher und schickt sich an, ein ernst zu nehmender Konkurrent auf dem internationalen Halbleitermarkt zu werden." Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Fresenius und Beiersdorf an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Deutscher Post, Continental und Infineon. Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde zur Lieferung im September kostete 53 Euro, sechs Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben. Der Ölpreis sank leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 79,30 US-Dollar, sechs Cent weniger als am Vortag. Die europäische Gemeinschaftswährung war etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1546 US-Dollar, ein Dollar war für 0,8661 Euro zu haben. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück