# Dax erholt sich teilweise, bleibt wegen Risiken unter Druck Datum: 15.07.2026 12:54 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-erholt-sich-teilweise-bleibt-wegen-risiken-unter-druck-732686/ --- Der Dax hat am Mittwoch nach einem schwachen Handelsauftakt bis zum Mittag einen Teil seiner Verluste wieder aufgeholt. Gegen 12:30 Uhr lag der Leitindex bei rund 24.956 Punkten und damit 0,8 Prozent unter dem Schlussstand des Vortags. Analysten verweisen auf zunehmende Selektivität der Anleger sowie auf Belastungen durch gestiegene Energiepreise und geopolitische Risiken. ## Dax erholt sich teilweise von frühem Kursrutsch Nach einem sehr schwachen Start in den Handelstag konnte der Dax seine Verluste bis zum Mittag etwas verringern. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 24.956 Punkten berechnet, was einem Minus von 0,8 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag entspricht. An der Spitze der Kursliste standen die Papiere von Hochtief, Fresenius und Heidelberg Materials, am unteren Ende rangierten FMC, BASF und Infineon. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, beobachtet eine veränderte Herangehensweise der Anleger. „Die Investoren werden selektiver und achten genau darauf, welche Branchen sich in den kommenden Monaten explizit positiv entwickeln könnten“, kommentierte Lipkow laut CMC Markets. „Der deutsche Gesamtmarkt ist derzeit weniger interessant, da sich die gestiegenen Energiepreise negativ auf die stark exportlastigen Sektoren in Deutschland auswirken.“ ### Belastungen für Indexschwergewichte Auch bei den großen Dax-Werten sieht Lipkow Grenzen für weitere Kursanstiege. Bei den Indexschwergewichten sei „die Luft langsam raus, da die Themen Rüstung, KI und Zinsfantasie entweder bereits vollends eingepreist sind oder sich im Wandel befinden“, erklärte der Analyst. „Ein Investment in den Dax stellt derzeit keinen Freifahrtschein dar. Die deutsche Wirtschaft sieht sich mit erheblichen geopolitischen und konjunkturellen Risiken konfrontiert.“ ### Notenbanken im Blick: Ölpreis und Inflation Mit Blick auf die Inflationsentwicklung verwies Lipkow auf Unterschiede zwischen den Märkten. Die Freude über potenziell sinkende Preissteigerungen in den USA könne vorerst ein lokales Phänomen bleiben und weniger auf andere Länder übertragen werden, so Lipkow. „Die möglichen Zweitrundeneffekte aus den anziehenden Ölpreisen bleiben somit ein Fokusthema der Notenbanker in England und der Europäischen Zentralbank.“ Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittwochnachmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1417 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8759 Euro zu haben. Parallel dazu legte der Ölpreis deutlich zu. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 85,62 US-Dollar. Das waren 89 Cent oder 1,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück