# Dax bremst Rekordjagd leicht ab Datum: 04.08.2026 13:02 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-bremst-rekordjagd-leicht-ab-739255/ --- Der Dax verlor am Dienstagmittag etwas an Schwung, blieb aber knapp über dem Vortagesschluss. Fresenius Medical Care und Zalando fielen deutlich. Analyst Jochen Stanzl sieht globale Risikostreuung und Nahost-Skepsis als Treiber. ## Analyst: Dax profitiert von internationaler Erwartungshaltung "Während der Dax ein neues Rekordhoch erreicht, hinken SDax und MDax hinterher", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Das zeige, dass die neuen Dax-Hochs viel mit der Erwartung besserer internationaler Geschäfte und wenig mit der Hoffnung auf eine Besserung der konjunkturellen Lage in Deutschland selbst zu tun hätten. "SDax- und MDax-Investments wären lediglich die gleiche Art von konzentrierten, themenabhängigen Investments, die Anleger gerade versuchen, so weit wie möglich zu verringern." ### Anleger streuen Risiken, Skepsis bleibt hoch "Ein guter Teil der Aufwärtsbewegung im Dax dürfte daher auf den Versuch globaler Anleger zurückzuführen sein, ihr Aktienmarktrisiko über die saisonal schwächeren Monate August und September durch eine möglichst breite Streuung zu verringern. Die Anleger haben die Gießkanne herausgeholt und die maximale Streuung zu ihrem höchsten Ziel auserkoren. Der Dax fährt im Fahrwasser dieses Trends mit. Trotz der bevorstehenden saisonal schwächeren Börsenmonate August und September wollen Anleger in Aktien investiert bleiben, scheuen aber jegliche Klumpenrisiken und konzentrierte Wetten auf einzelne Sektoren oder Länder." "Vielerorts ist in den letzten 24 Stunden von einem neuen Dax-Rekordhoch zu lesen, aber die normalerweise mit einem solchen Anstieg verbundene Euphorie bleibt fast gänzlich aus. Volle Fahrt voraus gilt jedoch auch im Dax trotz neuem Rekordhoch nicht: Die Risiken im Nahostkonflikt sind zu groß und die Nachrichten widersprüchlich. Wird verhandelt oder nicht? Wie ernst sind die Gespräche? Wie nahe ist die nächste Eskalation? Niemand kann diese Fragen verlässlich beantworten. Entsprechend hoch bleibt die Skepsis am Markt", sagte Stanzl. Am Dienstagnachmittag notierte der Euro bei 1,1510 US-Dollar, ein Dollar kostete 0,8688 Euro. Der Goldpreis gab leicht nach und lag bei 4.050 US-Dollar pro Feinunze (–0,1 Prozent), umgerechnet 113,12 Euro pro Gramm. Der Ölpreis der Sorte Brent stieg dagegen um 2,4 Prozent auf 85,77 US-Dollar pro Fass. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück