# Dax bleibt trotz besserer Unternehmensstimmung im Minus Datum: 23.02.2026 12:52 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/dax-bleibt-trotz-besserer-unternehmensstimmung-im-minus-685118/ --- Der Dax hat seine Verluste am Montagvormittag ausgeweitet und ist bis zur Mittagszeit im Minus geblieben. Trotz eines überraschend starken Ifo-Geschäftsklimaindex für Februar reagierten die Anleger zurückhaltend, während Euro und Ölpreis ebenfalls schwächer tendierten. ## Dax bleibt im Minus – Finanzwerte vorne, Rüstungsaktien schwach Am Montagmittag notierte der Dax weiter im roten Bereich. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.140 Punkten festgestellt, 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Commerzbank, Adidas und die Münchener Rück, am Ende Rheinmetall, SAP und BMW. ### Starker Ifo-Index ohne Kursimpuls Der am Vormittag veröffentlichte überraschend starke Ifo-Geschäftsklimaindex für Februar sorgte an den Börsen kaum für Impulse. „Die vom Ifo-Institut befragten Unternehmen blicken im Februar optimistischer in die Zukunft“, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP-Bank-Gruppe. „Dies passt ins Bild, schließlich kam es zuletzt zu einer Reihe von positiven Nachrichten für die deutsche Wirtschaft.“ Dazu gehöre vor allem der überraschend starke Anstieg der Auftragseingänge. „Die Stimmung unter den deutschen Unternehmen ist im Februar zwar besser, allerdings kann von Euphorie keine Rede sein“, so Gitzel. Der Geschäftsklimaindex lege vielmehr nahe, dass sich die wirtschaftliche Tristesse fortsetze. „Das Missverhältnis zwischen deutlich verbesserter Auftragssituation und gedämpften Ifo-Geschäftslimaindex lässt sich mit den höheren Rüstungs- und Infrastrukturausgaben begründen.“ ### Ungleich verteilte Impulse für die Wirtschaft „Nicht alle Unternehmen profitieren gleichermaßen von den Neubestellungen“, fügte der Marktexperte hinzu. Hauptprofiteur sei im Moment die Rüstungsindustrie, aber auch die Bauwirtschaft, insbesondere der Tiefbau, profitiere. „In anderen Branchen bleibt die Situation derweil schwierig. Dies gilt insbesondere für die Automobilzuliefererindustrie. Ein breiter Aufschwung zeichnet sich vorerst nicht ab.“ Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1793 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8480 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 71,35 US-Dollar; das waren 41 Cent oder 0,6 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück