# Dax bleibt im Plus trotz geopolitischer Unsicherheiten Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-12T13:02:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-12T13:02:08+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/dax-bleibt-im-plus-trotz-geopolitischer-unsicherheiten-765911/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Dax notierte am Montagmittag mit 25.240 Punkten und einem Plus von 0,6 Prozent. An der Spitze der Kursliste standen Siemens Energy, Hannover Rück und RWE, während Infineon, BASF und Brenntag am Ende lagen. ## Geopolitische Risiken und Berichtssaison im Fokus Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, sagte: „Der Dax versucht, sich zum Wochenstart oberhalb der Marke von 25.000 Punkten zu stabilisieren“. Die anfängliche Euphorie über eine mögliche Rückkehr Russlands auf die internationalen Energiemärkte sei bereits wieder verflogen. "Zu groß sind die geopolitischen Unsicherheiten, zu gering bislang die tatsächlichen Entlastungen bei Energiepreisen und Anleiherenditen." ### Hohe Erwartungen an Unternehmensgewinne "Damit rückt die beginnende Berichtssaison noch stärker in den Mittelpunkt" "Die Erwartungen an die Unternehmensgewinne sind insbesondere in den USA außergewöhnlich hoch. Nach Wochen steigender Renditen und hoher Energiepreise müssen jetzt die Unternehmen selbst die Argumente für weiter steigende Aktienkurse liefern." Den Auftakt wichtiger europäischer Zahlen macht nach Handelsschluss LVMH, im weiteren Wochenverlauf folgt unter anderem ASML. "Besonders gespannt dürften die Anleger auf Hinweise zur weiteren Dynamik im KI- und Halbleitersektor schauen. Davon könnten auch deutsche Aktien wie Infineon, Siemens Energy und Hochtief beeinflusst werden." ### Berichtssaison als Lackmustest "Die Berichtssaison wird damit zum Lackmustest für die Aktienmärkte." Bei den hohen Bewertungen reiche es nicht mehr aus, die Erwartungen lediglich zu erfüllen, so der Analyst. "Die Unternehmen müssen zunehmend positiv überraschen, um den Anlegern neue Kaufargumente zu liefern." Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1185 US-Dollar, ein Dollar war für 0,8941 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 105,70 US-Dollar, ein Anstieg von 96 Cent oder 0,9 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück