# Dax bleibt im Minus – Wahlen in USA belasten Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-11-03T13:02:15+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-11-03T13:02:19+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/dax-bleibt-im-minus-wahlen-in-usa-belasten-773911/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Deutsche Aktienindex (Dax) notierte am Dienstagmittag mit einem Minus von 0,6 Prozent. Während Bayer mit positiven Geschäftszahlen Hoffnungen weckte, belasteten bei Zalando steigende Kosten die Profitabilität. Die Zwischenwahlen in den USA überlagerten die Marktstimmung und dämpften die Risikobereitschaft der Anleger. ## Bayer und Zalando prägen die Dax-Entwicklung Am Dienstagmittag bewegte sich der Dax nur knapp über seinem Eröffnungskurs. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.830 Punkten berechnet, was einem Rückgang von 0,6 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. An der Spitze der Kursliste standen Bayer, FMC und RWE, während MTU, SAP und Zalando die Schlusslichter bildeten. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, erklärte: “Während Bayer für Zuversicht sorgt, bleibt bei Zalando die Entwicklung der Gewinnmargen ein entscheidender Belastungsfaktor”. Die jüngsten Ergebnisse von Bayer wurden am Markt überwiegend positiv aufgenommen. Lipkow verwies auf mögliche Fortschritte bei den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA: “Insbesondere eine mögliche Lösung der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA könnte für den Konzern zu einem wichtigen Befreiungsschlag werden.” ### Zalando kämpft mit Margendruck Trotz einer vergleichsweise robusten Konsumnachfrage zeigte sich bei Zalando, dass höhere Umsätze nicht automatisch zu steigenden Gewinnen führen. "Steigende Kosten und der Druck auf die Bruttomargen belasten die Profitabilität. Immerhin kann sich die Aktie von ihren anfänglichen Verlusten erholen und nach einem zwischenzeitlichen Platz am Dax-Ende sogar wieder in die Gewinnzone vorarbeiten." Die Aktie des Online-Händlers konnte sich zwar von anfänglichen Verlusten erholen, blieb aber unter den Erwartungen. Lipkow betonte, dass die Entwicklung der Gewinnmargen ein entscheidender Belastungsfaktor bleibe. Steigende Kosten und der Druck auf die Bruttomargen beeinträchtigten die Profitabilität des Unternehmens. ### Politische Unsicherheit in den USA dämpft Stimmung "Überlagert wird das Unternehmensgeschehen von den heutigen Zwischenwahlen in den USA", sagte Lipkow weiter. Die Zwischenwahlen in den USA könnten die politischen Kräfteverhältnisse im Kongress erheblich verändern: "Sie könnten die politischen Kräfteverhältnisse im Kongress erheblich verändern und damit die wirtschaftspolitischen Handlungsspielräume der Regierung einschränken." Eine veränderte Machtverteilung hätte Auswirkungen auf die künftige Steuer-, Handels- und Haushaltspolitik. "Entsprechend gering ist derzeit die Bereitschaft der Anleger, größere Risiken einzugehen." Neben den Unternehmensdaten beeinflussten auch die Devisen- und Rohstoffmärkte die Handelsaktivitäten. Der Euro verlor leicht an Wert und notierte bei 1,1178 US-Dollar. Gleichzeitig stieg der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent auf 106,20 US-Dollar pro Fass. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück