# Das ist das Festprogramm zum Jubiläumsjahr 100 Jahre Grüne Finger Datum: 28.02.2026 10:30 Kategorie: Aktuell URL: https://hasepost.de/das-ist-das-festprogramm-zum-jubilaeumsjahr-100-jahre-gruene-finger-685069/ --- Osnabrück feiert im Jahr 2026 ein besonderes Jubiläum: Seit einem Jahrhundert prägen die „Grünen Finger“ das Stadtbild und das Klima der Friedensstadt. Nun hat die Stadtverwaltung das offizielle Festprogramm unter dem Motto „Grüne Fingerspitzengefühle“ vorgestellt: Zahlreiche Veranstaltungen, Führungen und Mitmachangebote schärfen das Bewusstsein für die Bedeutung dieser 13 Freiraumachsen. Viele Veranstaltungen sind kostenfrei, bei einzelnen Angeboten ist eine Anmeldung erforderlich. ## Neuer Naturerfahrungsraum Ziegenbrink zum Jubiläum Im Grünen Finger Schölerberg wird zum Auftakt des Jubiläumsjahres am 6. März der neue Naturerfahrungsraum Ziegenbrink eröffnet, der sich als offener, naturnaher Lern- und Erlebnisort für Kinder, Jugendliche und das Quartier versteht. Im Frühjahr und Sommer folgen zahlreiche Exkursionen, etwa zu Frühjahrsblühern am Schölerberg, zur Vogel- und Insektenwelt in verschiedenen Grünen Fingern oder Fledermausführungen in Kleingarten- und Wiesenlandschaften. ### Ausstellung des MIK fragt nach Wohnen der Zukunft Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Natur, Kultur und Stadtentwicklung. Das Museum Industriekultur (MIK) widmet sich mit der Ausstellung „Zukunft bauen“ der Frage, wie wir künftig wohnen und leben wollen – vor dem Hintergrund von Klimawandel und gewachsener Stadtstrukturen. Gemeinsam mit dem Piesberger Gesellschaftshaus und regionalen Partnern lädt das MIK beim „Basislager Piesberg“ zudem zu einer abwechslungsreichen Natur-, Kultur- und Mitmachwoche im Grünen Finger Piesberg ein. Der Verein für Baukultur ergänzt das Programm mit den Baukulturgesprächen, Wanderungen und künstlerisch begleiteten Spaziergängen durch verschiedene Grüne Finger. Und unter dem Motto „nature. culture. future.“ greift auch der Fachbereich Kultur die Verzahnung von Stadt und Natur auf; große öffentliche Formate wie die die „Lange Nacht der Ateliers“ und die Kulturnacht machen die Bedeutung der Grünen Finger im Stadtraum erlebbar. ### Grüne-Finger-Charta wird bei Festakt verabschiedet Im Sommer ist zudem ein offizieller Festakt geplant, bei dem die Grüne-Finger-Charta verabschiedet wird. Sie formuliert Leitlinien für den langfristigen Erhalt und die Weiterentwicklung des Freiraumsystems. Das Festjahr wird vom Fachbereich Klima, Natur und Umwelt koordiniert und in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus der Stadtgesellschaft umgesetzt. Dazu zählen unter anderem die Hochschule Osnabrück, das Piesberger Gesellschaftshaus, der Verein für Baukultur, der Kulturbehälter sowie weitere Kultureinrichtungen, Initiativen und ehrenamtlich Engagierte. ### Beitrag für die Klimaresilienz der Stadt „Die Grünen Finger leisten seit 100 Jahren einen wichtigen Beitrag für die Klimaresilienz der Stadt Osnabrück“, betont Stadtbaurat Thimo Weitemeier. „Mit dem Festjahr wollen wir dieses besondere Erbe sichtbar machen und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern den Blick auf die zukünftige Gestaltung dieser Flächen richten.“ Im Internet sind das Programm und weitere Informationen zum Festjahr bereits jetzt abrufbar. Das gedruckte Programm wird zeitnah in der Tourist-Information (Bierstraße 22) sowie an weiteren öffentlichen Stellen im Stadtgebiet erhältlich sein. ### Sicherung der Osnabrücker Grünstrukturen durch Lehmann seit 1926 Die systematische Sicherung der Osnabrücker Grünstrukturen geht auf den Stadtbaurat Friedrich Lehmann zurück. Er forderte bereits im Jahr 1926, die Verbindung zwischen der umgebenden Landschaft und den innerstädtischen Freiräumen konsequent freizuhalten. Heute besteht das System aus 13 „Fingern“, die wie Frischluftschneisen tief in das Stadtgebiet hineinreichen. Diese Achsen erfüllen vielfältige Funktionen: Sie dienen der Abkühlung an heißen Tagen, nehmen Regenwasser auf und bieten wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna. Gleichzeitig sind sie wichtige Naherholungsräume für Radfahrende sowie Spaziergängerinnen und Spaziergänger und sichern damit die Lebensqualität in der wachsenden Stadt. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück