# DAK warnt vor Milliardenloch in Pflegeversicherung Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-28T05:22:05+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-28T05:22:08+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/dak-warnt-vor-milliardenloch-in-pflegeversicherung-771553/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Krankenkasse DAK-Gesundheit rechnet für das kommende Jahr mit einer Finanzierungslücke von 2,25 Milliarden Euro in der sozialen Pflegeversicherung. Vorstandschef Andreas Storm fordert Bundeshilfen, um die Zahlungsfähigkeit der Kassen zu sichern. ## Finanzlücke deutlich größer als erwartet Die DAK-Gesundheit hat vor einer deutlich größeren Finanzierungslücke in der sozialen Pflegeversicherung gewarnt als bisher angenommen. "Die geplante Mehrbelastung von Kinderlosen wird nicht wie im Gesetz vorgesehen 3,3 Milliarden bringen, sondern höchstens 2,4 Milliarden Euro", erklärte Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der Krankenkasse, gegenüber der Bild-Zeitung. Statt der im Gesetz vorgesehenen 3,3 Milliarden Euro durch die Mehrbelastung von Kinderlosen seien nur 2,4 Milliarden Euro zu erwarten. Storm bezifferte die daraus resultierende Finanzlücke auf mindestens 900 Millionen Euro. "Damit wächst die Finanzlücke im kommenden Jahr von 1,35 Milliarden Euro auf 2,25 Milliarden Euro". Damit steige das Defizit im kommenden Jahr auf insgesamt 2,25 Milliarden Euro. Das Bundesgesundheitsministerium habe das "Beitragsaufkommen der Kinderlosen deutlich überschätzt." ### Zahlungsunfähigkeit der Pflegekassen droht Die DAK warnt vor gravierenden Folgen für die Pflegeversicherung. "Der Pflegeversicherung droht schon Anfang nächsten Jahres das Geld auszugehen. Wenn diese Finanzlücke nicht geschlossen wird, droht die Zahlungsunfähigkeit der Pflegekassen." Storm betonte, dass ohne Gegenmaßnahmen die Zahlungsfähigkeit der Kassen gefährdet sei. Das Bundesgesundheitsministerium habe die von der DAK vorgelegten Zahlen auf Anfrage nicht kommentieren wollen, berichtet die Bild-Zeitung. "Um den Finanzkollaps der Pflegeversicherung zu verhindern, muss der Bund im nächsten Jahr endlich die ausstehenden Coronahilfen in Höhe von 5,2 Milliarden Euro an die Pflegekassen zurückzahlen". Die ausstehenden Coronahilfen in Höhe von 5,2 Milliarden Euro müssten an die Pflegekassen zurückgezahlt werden, um einen Finanzkollaps abzuwenden. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück