# CSU stellt Aigner als Bundespräsidentin auf Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-18T00:22:09+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-18T00:22:13+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/csu-stellt-aigner-als-bundespraesidentin-auf-767789/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die CSU positioniert Ilse Aigner als Kandidatin für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Parteichef Markus Söder will sie beim Parteitag in München am kommenden Wochenende offensiv als Anwärterin auf das höchste Staatsamt vorstellen. Unterstützung kommt auch aus Brüssel. ## EVP-Chef Weber wirbt für Aigner EVP-Chef Manfred Weber (CSU) bezeichnete Aigner in einem Gespräch mit der „Bild am Sonntag“ als einzigartige Persönlichkeit. Sie höre Menschen zu und nehme sie ernst. Weber betonte, man brauche jetzt keine langen Personaldebatten, sondern Klarheit. Die EVP stehe geschlossen hinter ihr. ### Historische Chance und SPD-Position Sollte die Bundesversammlung am 30. Januar Aigner wählen, wäre dies eine doppelte Premiere: Bisher gab es weder eine Frau noch ein CSU-Mitglied im Amt des Bundespräsidenten. Der SPD ist nach Informationen der "Bild am Sonntag" vor allem wichtig, dass eine Frau das Amt übernimmt. Aus Parteikreisen verlautete, Aigner würde ein schnelles Ja der SPD-Führung erhalten, während Udo Di Fabio auf ein schnelles Nein stoßen dürfte. ### CDU und weitere Kandidaten CDU-Vorsitzender und Bundeskanzler Friedrich Merz will sich laut Bericht bei der nächsten Präsidiumssitzung Anfang November zur Personalie äußern. In Parteikreisen heißt es, die Ambitionen des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein seien nicht zu unterschätzen. Zudem werden Annegret Kramp-Karrenbauer und Udo Di Fabio genannt. Laut einer Umfrage des Instituts Insa für die "Bild am Sonntag" wünschen sich 28 Prozent der Deutschen eine Frau als Staatsoberhaupt, 10 Prozent nicht und für 55 Prozent ist das Geschlecht egal. 27 Prozent halten Aigner für geeignet, 30 Prozent nicht, 43 Prozent haben noch keine Meinung. Bei den Unions-Wählern steht Aigner höher im Kurs: 47 Prozent halten sie für präsidiabel, 22 Prozent nicht. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück