# CSU-Gesundheitspolitiker stellt sich gegen Widerspruchslösung bei Organspende Datum: 07.05.2026 16:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/csu-gesundheitspolitiker-stellt-sich-gegen-widerspruchsloesung-bei-organspende-710175/ --- Der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger wendet sich gegen den Vorstoß mehrerer Abgeordneter zur Einführung einer Widerspruchslösung in der Organspende. Statt einer automatischen Annahme der Spendebereitschaft setzt er auf freiwillige Entscheidungen und mehr Aufklärung, während Studien zu den Auswirkungen des Opt-out-Verfahrens zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. ## Pilsinger lehnt Widerspruchslösung ab Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger (CSU) hat sich gegen einen Gruppenantrag mehrerer Abgeordneter zur Einführung einer Widerspruchslösung in der Organspende ausgesprochen. „Der Staat darf Schweigen nicht als Zustimmung werten“, sagte Pilsinger den Zeitungen der „Mediengruppe Bayern“ (Freitagausgaben). Nach seinen Worten könnten sich viele Menschen aus psychischen oder kognitiven Gründen nicht mit dieser „existentiellen Frage“ auseinandersetzen. „Viele Menschen können sich aus psychischen oder kognitiven Gründen nicht mit dieser existenziellen Frage auseinandersetzen. Daraus automatisch eine Spendebereitschaft abzuleiten, halte ich für falsch“, erklärte er gegenüber den Zeitungen der „Mediengruppe Bayern“. Es fehle „bis heute der wissenschaftliche Nachweis, dass eine Widerspruchsregelung die Zahl der postmortalen Organspenden tatsächlich erhöht“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der „Mediengruppe Bayern“. „Deshalb müssen Aufklärung, Freiwilligkeit und individuelle Entscheidung weiterhin im Mittelpunkt stehen“, betonte er in den Freitagausgaben der „Mediengruppe Bayern“. Pilsinger hat mit anderen einen Gegenentwurf vorgelegt, der auf mehr Information und Aufklärung setzt. ### Uneinheitliche Studienlage zum Opt-out-Verfahren Die Studienlage zur sogenannten Widerspruchslösung ist uneindeutig. Während 2014 eine Studie zu dem Ergebnis kam, dass das Opt-out-Verfahren zu einem relativen Anstieg der Gesamtzahl der transplantierten Lebern und Nieren führt, heißt es in einer 2024 veröffentlichten Studie, dass die Umstellung auf ein Opt-out-Verfahren nicht automatisch zu einem Anstieg der Organspenderzahlen führe. Ergänzend brauche es Aufklärungskampagnen und Maßnahmen, um den Bedenken der Angehörigen der Verstorbenen Rechnung zu tragen. Eine 2025 veröffentlichte Studie warnt zudem davor, dass der Umstieg auf die Widerspruchslösung die Bereitschaft zu Lebendspenden senken kann. ### Forderung nach Aufklärung und individueller Entscheidung Pilsinger stellt nach eigenen Angaben die Prinzipien der Freiwilligkeit in den Vordergrund. „Deshalb müssen Aufklärung, Freiwilligkeit und individuelle Entscheidung weiterhin im Mittelpunkt stehen“, sagte er den Zeitungen der „Mediengruppe Bayern“. Sein mit anderen Abgeordneten erarbeiteter Gegenentwurf setzt nach seinen Aussagen auf verstärkte Information und Aufklärung, um Menschen eine bewusste Entscheidung für oder gegen die Organspende zu ermöglichen. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück