# CSU-Expertin fordert bessere Rentenpunkte und Pflege-Risikoausgleich Datum: 16.06.2026 06:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/csu-expertin-fordert-bessere-rentenpunkte-und-pflege-risikoausgleich-722919/ --- CSU-Gesundheitsexpertin Emmi Zeulner hat Nachbesserungen am Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Pflegereform gefordert. Im Fokus ihrer Kritik steht die geplante Kürzung bei Rentenpunkten für pflegende Angehörige und die aus ihrer Sicht unfaire Finanzierungsstruktur der Pflegeversicherung. Zudem stellt sie sich damit gegen die bisherige Linie der Unionsfraktion, die auf stärkere Eigenbeteiligung von Familien setzt. ## Kritik an Kürzungen bei Rentenpunkten CSU-Gesundheitsexpertin Emmi Zeulner kritisiert, dass an den Rentenpunkten für pflegende Angehörige gespart werden soll. „Viele Frauen – und es sind vor allem Frauen – reduzieren Arbeitsstunden im Job, damit sie sich um Pflegebedürftige in der Familie kümmern können“, sagte Zeulner dem „Spiegel“. Da gehe es ihrer Ansicht nach nicht an, dass sie später bei der Rente dafür bestraft würden. Das werde die CSU so nicht stehen lassen, sagte sie dem Magazin. ### Forderung nach Risikoausgleich Zudem fordert Zeulner einen Risikoausgleich, der erstmals auch Privatversicherte und Beamte zur Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung heranziehen würde. Ohne diesen Ausgleich sieht sie die Pflegekassen bei der Finanzierung ihrer Leistungen benachteiligt. Die privaten Versicherungen könnten Menschen mit Vorerkrankungen ablehnen, bei Beamten zeige sich der Zusammenhang zwischen Bildung und besserer Gesundheit, sagte sie dem „Spiegel“. So sammelten sich besonders viele Menschen mit großem Pflegerisiko in der gesetzlichen Versicherung. Zeulners Vorschlag erinnert laut Darstellung an die Forderungen von SPD und Grünen nach einer Bürgerversicherung in der Gesundheitsversorgung. Bei der Pflege verweist sie auf die faktisch bereits einheitlichen Leistungsansprüche. Es ergebe wenig Sinn, unterschiedliche Systeme mit verschiedenen Risiken und Finanzproblemen nebeneinander laufen zu lassen, wenn die Leistungen längst gleich seien, sagte sie dem Magazin. ### Abgrenzung von der Unionsfraktion Mit ihrem Vorstoß grenzt sich Zeulner, Obfrau der Union im Gesundheitsausschuss des Bundestages, von der eigenen Fraktionslinie ab, die auf Kürzungen und stärkere Eigenbeteiligung der Familien setzt. Fraktionsvize Albert Stegemann (CDU) hatte in den vergangenen Wochen gefordert, Kinder von Pflegepatienten stärker zur Finanzierung von Pflegeplätzen heranzuziehen. Bislang sind Kinder mit einem Jahreseinkommen von weniger als 100.000 Euro davon verschont, diese Grenze sollte laut Stegemann sinken. „Davon halte ich nichts“, sagte Zeulner dem „Spiegel“, weil die Grenze jungen Familien Luft schaffe und den Leistungsgedanken stärke. Dafür habe ihre Partei hart gekämpft. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück