# CSD-Anschlag in Berlin: Tatverdächtiger bei Einsatz getötet Datum: 26.07.2026 20:17 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/csd-anschlag-in-berlin-tatverdaechtiger-bei-einsatz-getoetet-735714/ --- Polizei erschießt mutmaßlichen Täter nach Anschlag mit einer Toten und 29 Verletzten. Am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) ist ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. Dabei kam eine Frau ums Leben, 29 weitere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer floh zunächst, wurde aber am späten Nachmittag des Folgetags bei einem Einsatz in einer Kleingartenanlage in Spandau von der Polizei erschossen. Laut Berliner Polizei soll der 21-jährige Tatverdächtige Abdul B. ## SEK schießt auf Angreifer mit Stichwaffe mit einer Stichwaffe auf die Einsatzkräfte zugelaufen sein, woraufhin das SEK den Schusswaffengebrauch anwandte. Trotz Reanimationsversuchen verstarb der Mann am Einsatzort, wie die Feuerwehr bestätigte. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu dem Vorfall übernommen, wie eine Sprecherin der Karlsruher Behörde mitteilte. ### Islamistischer Gefährder unter Beobachtung seit Jahren Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einem islamistischen Anschlag und betonte, der Verdächtige gehöre der islamistischen Szene an. Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung war Abdul B. bereits seit Jahren als islamistischer Gefährder eingestuft und stand unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden. Er soll versucht haben, sich der Terrormiliz „Islamischer Staat“ anzuschließen, und war erst im Mai 2026 wegen Vorbereitung einer terroristischen Straftat zu einer Jugendstrafe verurteilt worden. ### Regierung warnt vor Spaltung durch Terroranschlag Die Verurteilung war jedoch noch nicht rechtskräftig, da die Generalstaatsanwaltschaft Berufung eingelegt hatte. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und weitere Regierungsmitglieder gedachten am Tatort der Opfer und betonten, solche Taten zielten darauf ab, die Gesellschaft zu spalten. Die Veranstalter des CSD warnten unterdessen vor vorschnellen Urteilen und einer Instrumentalisierung der Tat für politische Zwecke. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück