# CDU-Politiker Hardt: Regimewechsel im Iran derzeit unwahrscheinlich Datum: 07.04.2026 09:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/cdu-politiker-hardt-regimewechsel-im-iran-derzeit-unwahrscheinlich-699960/ --- Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, hält einen Machtwechsel an der Spitze des Iran derzeit für sehr unwahrscheinlich. Gleichzeitig sieht er Chancen für einen Kurswechsel des Regimes in Teheran und einen möglichen Verhandlungsweg mit Israel und den USA, sofern der Iran zentrale Teile seiner bisherigen Politik aufgibt. Das sagte er den Sendern RTL und ntv. ## „Regime Change in Teheran gegenwärtig sehr unwahrscheinlich“ Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, rechnet nicht mit einem Sturz der Führung in Teheran. „Ich glaube, dass ein Regime Change in Teheran gegenwärtig sehr unwahrscheinlich ist“, sagte er den Sendern RTL und ntv. Hardt hält es jedoch für möglich, dass die Führung in Teheran Lehren aus den jüngsten Entwicklungen zieht. Er könne sich vorstellen, „dass das jetzige Regime aus den Erfahrungen der letzten Woche lernt“. Aus seiner Sicht steht dabei insbesondere die bisherige Außen- und Sicherheitspolitik des Iran zur Disposition. ### Abkehr von Aggression und Aufrüstung als Bedingung Hardt verwies auf zentrale Elemente der iranischen Politik, die seiner Auffassung nach überdacht werden müssten. „Dass diese aggressive Haltung gegenüber den Nachbarn, dass die Aufrüstung in Richtung atomare Bewaffnung, dass die Unterstützung von Terror in der Region und darüber hinaus etwas ist, dass dieses Regime an den Abgrund führt und deswegen eingestellt werden sollte“, so Hardt gegenüber RTL und ntv. Im Gegenzug könne sich der CDU-Politiker ein Arrangement mit Israel und den USA vorstellen. „Und wenn das Regime dazu bereit ist, könnte ich mir im Gegenzug vorstellen, dass sowohl Israel als auch Amerika akzeptieren, dass weiter die Mullahs regieren, also dass der jetzige Führer und die von ihm gestützte Regierung weiter im Amt bleiben“, sagte Hardt. ### Verzicht auf Atom- und Raketenprogramm als Schlüssel Als Gegenleistung fordert Hardt klare sicherheitspolitische Schritte des Iran. Im Gegenzug müsse der Iran auf das Atomprogramm und das Raketenprogramm verzichten und die Straße von Hormus freigeben. Welche Anreize Teheran zu einem solchen Kurswechsel bewegen könnten, skizzierte er ebenfalls gegenüber RTL und ntv. „Was den Iran reizen könnte, diesen Weg am Ende zu gehen? Erstens: Das Regime bliebe ja im Amt. Und zweitens: Es wäre dann möglicherweise eine weitgehende Lockerung von Sanktionen damit verbunden und damit eine Möglichkeit, massiv Öl zu exportieren“, sagte Hardt. Dies könne seiner Einschätzung nach auch wirtschaftliche Folgen über den Iran hinaus haben: Das würde zu einem Überangebot an Öl auf dem Weltmarkt führen, von dem beide Seiten profitieren könnten. „Und insofern glaube ich, dass tatsächlich ein Verhandlungsweg möglich ist“, so Hardt. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück