# CDU-Politiker fordert Wehrübungs-Pflicht für Reservisten und Arbeitgeber Datum: 09.04.2026 00:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/cdu-politiker-fordert-wehruebungs-pflicht-fuer-reservisten-und-arbeitgeber-700919/ --- Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), fordert, Reservisten künftig zu Wehrübungen zu verpflichten und ihre Arbeitgeber in diese Pflicht einzubeziehen. Unterstützung erhält er vom Präsidenten des Reservistenverbandes, Patrick Sensburg, der allerdings einen deutlich verbesserten Kündigungsschutz für Reservisten zur Voraussetzung macht. ## Forderung nach verbindlicherer Reserve Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), dringt auf ein Ende des bislang geltenden Prinzips der Freiwilligkeit bei Wehrübungen von Reservisten. „Wir können uns in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage keine Reserve leisten, die nur auf freiwilliger Basis funktioniert“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgabe). „Wenn wir die Bundeswehr ernsthaft stärken wollen, brauchen wir mehr Verlässlichkeit und Verbindlichkeit.“ Röwekamp kritisierte, dass Reservisten bislang ebenso ihre Zustimmung zu einer Wehrübung geben müssen wie deren Arbeitgeber. „Das doppelte Freiwilligkeitsprinzip führt heute dazu, dass wir im entscheidenden Moment nicht sicher planen können. Unsere Reserve muss im Ernstfall schnell verfügbar und einsatzbereit sein, dafür braucht es klare Verpflichtungen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Zugleich betonte Röwekamp, die wirtschaftlichen Interessen müssten bei möglichen gesetzlichen Änderungen berücksichtigt werden. Zwar müsse man dabei „die Interessen der Arbeitgeber im Blick behalten“, sagte der CDU-Politiker dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Aber am Ende gilt: Eine funktionierende Landes- und Bündnisverteidigung liegt im Interesse unserer gesamten Gesellschaft und damit auch der Wirtschaft.“ ### Reservistenverband fordert Kündigungsschutz Der Präsident des Reservistenverbandes, Patrick Sensburg, knüpfte seine Zustimmung zu einer Abschaffung des doppelten Freiwilligkeitsprinzips an rechtliche Verbesserungen für Reservisten. „Die Forderung, das doppelte Freiwilligkeitsprinzip abzuschaffen, ist richtig und gut“, sagte er den Zeitungen. „Aber das darf nicht zum Nachteil für diejenigen werden, die Wehrdienst geleistet haben. Und es darf nicht dazu führen, dass Arbeitgeber keine Reservisten mehr einstellen oder ihnen kündigen“, so Sensburg. Er verlangte daher einen deutlich verbesserten Schutz vor Arbeitsplatzverlust für Wehrübende. „Die Abschaffung muss deshalb einhergehen mit einem deutlich verbesserten Kündigungsschutz, so dass Reservisten auch längerfristig nicht gekündigt werden kann. Sonst sind sie im Ernstfall als erste weg“, sagte Sensburg den Zeitungen. ### Geplantes Wachstum der Bundeswehr Die Bundeswehr soll bis 2035 auf mindestens 260.000 aktive Soldaten sowie 200.000 Reservisten anwachsen. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte Ende Februar ein Reservestärkungsgesetz für diesen Sommer angekündigt. Noch im April will er eine „Strategie der Reserve“ vorlegen. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück