# CDU-Generalsekretär Linnemann fordert besseres Reform-Narrativ der Regierung Datum: 16.05.2026 08:59 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/cdu-generalsekretaer-linnemann-fordert-besseres-reform-narrativ-der-regierung-713338/ --- CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann fordert eine deutlich bessere Kommunikation der Bundesregierung bei den anstehenden Reformprojekten. Nur so ließen sich aus seiner Sicht Akzeptanz und Zustimmung in der Bevölkerung sichern, etwa bei höheren Zuzahlungen im Gesundheitssystem. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann mahnt eine andere Vermittlung der Reformpläne an. „Wenn die Menschen nicht sehen, warum wir das machen, sondern nur die höhere Zuzahlung für Medikamente, dann gewinnen wir die Herzen nicht“, sagte Linnemann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). ## Lob für Schröders Reformkommunikation Als Vorbild nannte Linnemann den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). „Er hat den Menschen eine Geschichte erzählt, warum er das macht. Nicht nur den Gürtel enger schnallen. Sondern auch, dass die Wirtschaft wieder wächst, wenn mehr Menschen in Arbeit sind. Fördern und Fordern. Das hat er mit einem klugen Narrativ verbunden“, sagte Linnemann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). Auch der jetzige Kanzler Friedrich Merz (CDU) halte viele solcher Reden, sagte Linnemann auf Nachfrage der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). Es dauere aber, „bis sich das in den Köpfen festsetzt“. ### Einbindung von Sozialpartnern und Steuerpläne Der Generalsekretär rechtfertigte zugleich den Kursschwenk seiner Partei, jetzt doch die Sozialpartner in den Reformprozess einbinden zu wollen. „Wir müssen aufpassen, dass sich die Fronten in Deutschland nicht betonieren“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). „Wir werden und wollen diese Debatten führen, auch mit den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden.“ Die Koalition wolle „heraus aus diesem Schwarz-Weiß – und alles tun, um den Laden zusammenzuhalten“. Als schwierigstes Vorhaben bezeichnete Linnemann gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) die geplante Einkommensteuerreform, da die Gegenfinanzierung umstritten sei. Er zeigte sich aber offen für eine höhere Reichensteuer, wenn sichergestellt sei, dass Handwerker und Mittelständler davon nicht betroffen seien. „Deshalb müssen wir ein besseres System finden, wie sie zum Beispiel wie eine Kapitalgesellschaft besteuert werden können“, fügte er hinzu. ### Zuversicht bei Rentenreform In Bezug auf die bevorstehende Rentenreform zeigte sich Linnemann zuversichtlich, dass Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) das Ergebnis der einschlägigen Expertenkommission umsetzen werde. Hier gehe es nicht um Rentenkürzungen, und das Gesamtversorgungsniveau werde durch Betriebsrenten und private Vorsorge sogar steigen, sagte Linnemann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück