# CDU fordert stärkere europäische NATO-Zusammenarbeit nach US-Abzug Datum: 18.06.2026 12:50 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/cdu-fordert-staerkere-europaeische-nato-zusammenarbeit-nach-us-abzug-723773/ --- Vor dem Hintergrund des geplanten Abzugs von US-Militäreinheiten aus Europa dringt der CDU-Verteidigungspolitiker Thomas Röwekamp auf eine deutlich engere militärische Zusammenarbeit der europäischen Nato-Staaten. Europa müsse in der Lage sein, wegfallende Fähigkeiten zu ersetzen und Beschaffungsprojekte stärker nach militärischen statt nach industriepolitischen Kriterien auszurichten, sagte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses dem TV-Sender "Welt". ## CDU-Politiker fordert Schließen möglicher Fähigkeitslücken Thomas Röwekamp Deutschland habe sich zu einem entsprechenden Beitrag „klar“ bekannt und werde dies auch umsetzen können, betonte Röwekamp. Zugleich verwies er darauf, dass innerhalb Europas die Zusammenarbeit der Nato-Mitgliedstaaten intensiviert werden müsse. ### Beispiele für Kooperation und die Rolle des politischen Willens „Klar ist aber auch, wir werden in Europa auch unter den Nationen selber stärker zusammenarbeiten müssen“, sagte Röwekamp dem TV-Sender „Welt“. Er verwies dabei auf ein zuvor gescheitertes gemeinsames Beschaffungsprojekt mit Frankreich: „Wir haben ein gescheitertes gemeinsames Beschaffungsprojekt mit Frankreich, aber das ist kein Beispiel für europäische Zusammenarbeit.“ Zugleich nannte Röwekamp mehrere Beispiele für aus seiner Sicht funktionierende Kooperationen: „Es gibt viele andere Dinge, die wir gemeinsam in Europa als Antwort geben. Nehmen Sie beispielsweise die Zusammenarbeit mit den Norwegern bei einem neuen U-Boot, in der Zusammenarbeit bei dem künftigen Luftabwehrsystem, die gute und wirkungsvolle Zusammenarbeit mit der Ukraine. Also es gibt viele Formen der Zusammenarbeit. Es ist nicht eine Frage von Fähigkeiten, die wir in Europa nicht haben. Es ist nur eine Frage von politischem Willen.“ ### Beschaffungsprojekte nicht als Industrievorhaben verstehen Als Konsequenz aus dem gescheiterten gemeinsamen FCAS-Kampfjet-Projekt mit Frankreich fordert Röwekamp nach eigenen Worten ein Umdenken bei militärischen Beschaffungen. Solche Vorhaben dürften nicht als Industrieprojekte verstanden werden. „Es geht jetzt nicht darum, Industriepakete zu verteilen. Welches Land bekommt welche Fertigungsdichte und welches Land hat die technologische Führerschaft?“, sagte er dem TV-Sender „Welt“. „Als Vorsitzender des Verteidigungsausschusses ist es mir wichtig, dass wir die militärische Fähigkeit bekommen. Und dann kommt es nicht in erster Linie darauf an, wo es produziert wird, sondern wann und wie schnell“, so Röwekamp weiter. Abschließend betonte er mit Blick auf die Nato-Partner: „Und ich glaube, diese neue Priorität auch in Europa unter den Mitgliedsländern der Nato zu vereinbaren und mit unseren weiteren Partnern in Europa zu vereinbaren, wird das ganz Entscheidende sein.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück