# CDU-Arbeitnehmerchef attackiert Söder wegen Renten- und Minijobreform Datum: 17.07.2026 01:04 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/cdu-arbeitnehmerchef-attackiert-soeder-wegen-renten-und-minijobreform-733199/ --- Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, hat den Kurs von CSU-Chef Markus Söder in der aktuellen Reformdebatte deutlich kritisiert. Er warnt davor, dass bei der geplanten Rentenreform und der Neuregelung von Minijobs bereits erste Absetzbewegungen zu erkennen seien. Zugleich moniert er familienpolitische Entscheidungen zur Mütterrente, zum Elterngeld und zum Unterhaltsvorschuss als sozial unausgewogen. ## Kritik an Söders Haltung zu Minijobs Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels Dennis Radtke forderte, dass die Bundesregierung in der Reformdebatte ihren eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgt. Es sei wichtig, dass die Bundesregierung jetzt Kurs halte, sagte Radtke den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Bei der Rente seien leider schon erste Absetzbewegungen zu sehen. Hintergrund ist, dass CSU-Chef Markus Söder die Reform der Minijobs nicht mittragen wolle. Radtke nannte es „maximal irritierend“, dass der Kanzler und die Arbeitsministerin erklärten, dass sie die Vorschläge der Rentenkommission eins zu eins umsetzen wollten, Söder dagegen auf allen Kanälen verkünde, dass bei den Minijobs alles bleibe, wie es ist, obwohl dies Bestandteil des Pakets sei. Auf die Frage, ob Söder die Koalition torpediere, antwortete Radtke: „Markus Söder macht Markus-Söder-Sachen. Am Ende muss die CSU das intern klären.“ (Quelle: Zeitungen der Funke-Mediengruppe) ### Familienpolitische Entscheidungen als „absurd“ bezeichnet Im Zusammenhang mit der Rentenreform kritisierte Radtke auch jüngste familienpolitische Weichenstellungen. Als absurd bezeichnete Radtke in diesem Zusammenhang die jüngsten familienpolitischen Entscheidungen bei Mütterrente, Elterngeld und Unterhaltsvorschuss. Er monierte, man nehme gerade Müttern, die in der konkreten Verantwortung für Kinder sind, beim Elterngeld und Unterhaltsvorschuss Geld weg, um damit eine vermeintliche Gerechtigkeitslücke bei Müttern zu schließen, deren Kinder aus dem Haus sind und nach deren Schließung außer Markus Söder niemand gerufen habe. Radtke bemängelte weiter, die wirklich Bedürftigen bekämen davon nicht einen Euro, weil dies mit der Grundsicherung im Alter verrechnet werde. Sein Urteil darüber fiel deutlich aus: „Das ist nicht sozial, das ist absurd.“ (Quelle: Zeitungen der Funke-Mediengruppe) --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück