# CDU-Abgeordnete lügen offenbar bei AfD-Wahl Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-10T06:22:15+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-10T06:22:19+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/cdu-abgeordnete-luegen-offenbar-bei-afd-wahl-765225/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Mehrere CDU-Politiker im Landtag Sachsen-Anhalt haben offenbar falsche Angaben zu ihrem Abstimmungsverhalten bei der Wahl des AfD-Landtagspräsidenten Tobias Rausch gemacht. Die „taz“ hat alle Abgeordneten befragt. Mindestens drei von ihnen müssten laut Bericht die Unwahrheit gesagt haben. ## 48 Ja-Stimmen für Rausch – mindestens vier aus anderen Parteien Tobias Rausch (AfD) wurde am 6. Oktober mit 48 Ja-Stimmen zum Landtagspräsidenten gewählt. Eine Mehrheit aus AfD und BSW kommt jedoch nur auf 44 Stimmen. Daher müssen mindestens vier Stimmen aus anderen Fraktionen gekommen sein. Die AfD hatte vor und nach der Wahl von Absprachen mit CDU-Abgeordneten gesprochen. ### Fraktionsvorsitzender riet zur Enthaltung – nur fünf folgten CDU-Fraktionschef Sven Schulze hatte seiner Fraktion empfohlen, sich bei der Wahl zu enthalten. Tatsächlich gab es nur fünf Enthaltungen. Acht Abgeordnete behaupteten gegenüber der "taz", sich enthalten zu haben: Chris Schulenburg, Guido Heuer, Lars-Jörn Zimmer, Daniel Sturm, Marco Tullner, Stefan Ruland, Karin Tschernich-Weiske und Carsten Borchert. Alle teilten der Zeitung laut Bericht noch am Wahltag mündlich oder in den Tagen danach schriftlich oder am Telefon mit, sich enthalten zu haben. ### Vier mit Nein, zwei ohne Antwort, einer krank Vier Abgeordnete gaben an, mit "Nein" abgestimmt zu haben: Sven Schulze, Sandra Hietel-Heuer, Tobias Krull und Tim Teßmann. Ulrich Thomas und René Barthel antworteten nicht auf Anfragen. Frank Bommersbach fehlte krank. Die CDU-Fraktion hat 15 Mitglieder. Bei der Wahl des AfD-Vizepräsidenten Hans-Thomas Tillschneider gaben alle antwortenden CDU-Abgeordneten an, mit „Nein“ gestimmt zu haben. Tillschneider erhielt 44 Stimmen – die AfD kommt allein auf 39, zusammen mit dem BSW (5 Stimmen) auf 44. Die fehlenden Stimmen könnten auch aus dem BSW stammen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück