Noch nie haben so viele Menschen in Deutschland auf Campingplätzen übernachtet wie im vergangenen
Die Beliebtheit des Campings zeigt sich auch in der regionalen Verteilung: Die Ostsee, insbesondere Schleswig-Holstein, bleibt mit 3,5 Millionen Übernachtungen die mit Abstand meistbesuchte Region, gefolgt vom Schwarzwald (2,6 Millionen) und der niedersächsischen Nordseeküste (2,0 Millionen). Während die Küstenregionen vor allem von deutschen Urlaubern geprägt sind, zieht es internationale Camper verstärkt in grenznahe und landschaftlich reizvolle Gebiete wie den Schwarzwald, die Mosel-Saar-Region oder den Bodensee. Wie wirtschaftskraft.de weiter berichtet, konzentriert sich der internationale Campingtourismus damit auf Regionen, die sowohl landschaftlich als auch kulturell attraktiv sind.
Campingpreise steigen stärker als Hotelkosten
Doch der Boom hat seinen Preis: Die Übernachtungen auf Wohnmobilstellplätzen sind seit 2020 um mehr als 32 Prozent teurer geworden, klassische Campingplätze verzeichneten einen Anstieg von knapp 29 Prozent. Insgesamt stiegen die Preise damit stärker als im gesamten Beherbergungsmarkt, wo die Übernachtungen im gleichen Zeitraum um rund 27 Prozent teurer wurden. Die allgemeinen Verbraucherpreise stiegen im Vergleich nur um etwa 22 Prozent. Wie promobil.de berichtet, sind besonders die beliebten Regionen von den Preissprüngen betroffen, während weniger frequentierte Gebiete noch vergleichsweise günstig bleiben. Die Nachfrage nach Stellplätzen in Hotspots wie der Ostsee oder dem Schwarzwald ist so hoch, dass viele Plätze bereits ein Jahr im Voraus ausgebucht sind.
Günstige Alternativen zu teuren Camping-Hotspots
Um die hohen Kosten zu umgehen, raten Experten zu frühzeitiger Buchung, der Nutzung der Nebensaison oder der Wahl von Geheimtipps abseits der klassischen Urlaubsregionen. Mai und September gelten als besonders preiswert, während Juli und August oft die höchsten Preise aufweisen. Alternativen wie das Fränkische Seenland oder die Eifel bieten Natur pur zu günstigeren Konditionen und mit weniger Andrang. Bundesländer wie Thüringen, Hessen und Sachsen-Anhalt zählen zu den günstigsten Regionen für Camper, während Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg weiterhin zu den beliebtesten zählen. Die Preisdifferenzen zwischen den Regionen sind dabei beträchtlich und können die Urlaubskasse deutlich entlasten.
Pandemie und Nachhaltigkeit befeuerten Campingboom
Die Gründe für den anhaltenden Campingboom sind vielfältig. Einerseits hat die Pandemie das Reiseverhalten nachhaltig verändert: Viele Menschen suchten nach Alternativen zu klassischen Hotelübernachtungen und entdeckten das Camping als flexible und naturnahe Urlaubsform. Andererseits hat sich Camping zu einem ganzjährigen Phänomen entwickelt, das nicht mehr nur auf den Sommer beschränkt ist. Wie wirtschaftskraft.de betont, ist Camping längst kein Nischentourismus mehr, sondern ein fester Bestandteil des touristischen Alltags in Deutschland. Die Branche profitiert dabei von einer wachsenden Nachfrage nach Individualität und Nachhaltigkeit im Urlaub.
✨ mit KI bearbeitet