# Bußgelder für nicht beantwortete Bundeswehr-Fragebögen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-21T17:46:27+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-21T17:46:27+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/bussgelder-fuer-nicht-beantwortete-bundeswehr-frageboegen-769015/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Seit Januar dieses Jahres verschickt die Bundeswehr Fragebögen an junge Menschen ab 18 Jahren, um Bis Ende September wurden insgesamt 492.800 Fragebögen verschickt, davon 253.000 an Männer und 239.800 an Frauen sowie Personen anderen Geschlechts. Laut Süddeutscher Zeitung antworteten rund 96 Prozent der Männer innerhalb der Frist und der Nachfrist. Das bedeutet, dass etwa 10.000 junge Männer mit der Einleitung von Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen müssen. Die Fragebögen dienen der systematischen Wehrerfassung und sollen die Bundeswehr auf einen möglichen Spannungs- oder Verteidigungsfall vorbereiten, falls die Wehrpflicht wieder eingeführt wird. ## Kriegsdienstverweigerung vervierfacht sich rasant Gleichzeitig steigt die Zahl der vorsorglichen Kriegsdienstverweigerer stark an. Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) berichtet, gingen von Januar bis September 2026 insgesamt 14.977 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ein – fast viermal so viele wie im gesamten Vorjahr. Zugleich wurden 611 Widerrufe früherer Kriegsdienstverweigerungen registriert. ### Bundeswehr plant massiven Personalaufwuchs bis 2035 Hintergrund der Maßnahmen ist der geplante personelle Ausbau der Bundeswehr. Das neue Wehrdienstgesetz sieht vor, die Truppenstärke bis 2035 auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten sowie 200.000 Reservisten zu erhöhen. Sollte das Freiwilligenmodell scheitern, könnte die Wehrpflicht wieder vollständig in Kraft gesetzt werden, wie ad-hoc-news berichtet. Die Erfassung der Daten bildet dafür die behördliche Grundlage. ### Wehrerfassung als Schlüssel für Truppenerweiterung Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) betont, dass die Wehrerfassung ein wichtiger Baustein für die personelle Stärkung der Streitkräfte ist. Die Bundeswehr hat bereits die gesetzlich vorgegebene Marke von 190.000 Soldatinnen und Soldaten überschritten, wobei der Oktober 2026 der stärkste Einstellungsmonat war. Dennoch bleibt die Frage, wie viele junge Männer die Fragebögen tatsächlich fristgerecht beantworten und welche Konsequenzen bei Säumnis gezogen werden. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück