Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstagmorgen in mehreren Bundesländern Wohnungen und andere Räumlichkeiten mutmaßlicher Anhänger der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) durchsuchen lassen. Ziel der Maßnahmen ist es nach Angaben der Karlsruher Behörde, Verdachtsmomente wegen einer möglichen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung weiter aufzuklären.
Durchsuchungen in mehreren Bundesländern
Die Maßnahmen basieren auf Beschlüssen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs, wie die Bundesanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Konkret durchsuchten Einsatzkräfte Räumlichkeiten von fünf Beschuldigten in Baden-Württemberg (Filderstadt), Brandenburg (Potsdam) und Hessen (Landkreis Limburg-Weilburg).
Weitere Durchsuchungen fanden bei insgesamt elf nichttatverdächtigen Personen statt. Betroffen waren dabei Objekte in Bayern (Hof), Berlin, Brandenburg (Potsdam und Ostprignitz-Ruppin), Hessen (Limburg-Weilburg, Wetteraukreis), Nordrhein-Westfalen (Dortmund) und Schleswig-Holstein (Kreis Stormarn).
Verdacht der IS-Mitgliedschaft
Gegen die Beschuldigten wird nach Angaben der Bundesanwaltschaft wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung ermittelt. Es bestehe der Verdacht, „dass sie als Mitglieder der ausländischen terroristischen Vereinigung `Islamischer Staat` (IS) nach Deutschland eingereist seien, um sich in Deutschland und Europa mit weiteren IS-Anhängern zu vernetzen und Gelder für die Vereinigung zu beschaffen“, so die Bundesanwaltschaft.
Kein Haftbefehl, Einsatz von BKA und Länderpolizei
Festnahmen erfolgten zunächst nicht. Die Durchsuchungen dienten nach Angaben der Behörde dazu, die bestehenden Verdachtsmomente aufzuklären. Für die Maßnahmen waren Beamte des Bundeskriminalamtes sowie örtliche Polizeikräfte der Länder Baden-Württemberg, Brandenburg und Hessen im Einsatz.
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