# Bundesweite Gen-Z-Proteste am 31. Oktober geplant Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-31T12:17:02+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-31T12:17:02+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/bundesweite-gen-z-proteste-am-31-oktober-geplant-772809/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Jugendliche demonstrieren in über 30 Städten für Bildung, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit. Am 31. Oktober ruft die Initiative „Gen Z regelt“ zu bundesweiten Demonstrationen auf. In mehr als 30 Städten, darunter Köln, Berlin, Hamburg und München, sollen Jugendliche und junge Erwachsene für bessere Bildung, konsequenteren Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit auf die Straße gehen. Die Organisatoren betonen, dass die Proteste friedlich verlaufen sollen, wie der WDR berichtet. Die Forderungen reichen von Investitionen in marode Schulen über bezahlbaren Wohnraum bis hin zur Ablehnung einer möglichen Wehrpflicht. ## Bildung verkommt zu Sparprogramm Besonders der Zustand des Bildungssystems wird kritisiert: Überfüllte Klassen, Lehrermangel und veraltete Gebäude prägen den Alltag vieler Schüler, wie die Tagesschau unter Berufung auf Betroffene wie die 17-jährige Marie Hacker aus Köln berichtet. Sie engagiert sich in der Landesschülervertretung und verweist auf die mangelnde politische Berücksichtigung junger Menschen. Laut einer IW-Studie aus dem Vorjahr gibt Deutschland nur 9,2 Prozent seiner Gesamtausgaben für Bildung aus – deutlich weniger als der EU-Schnitt von 9,6 Prozent oder nordische Länder mit 12,4 Prozent. Auch steigende Lebenshaltungskosten und Zukunftsängste treiben die Proteste voran. ### Mieten treiben junge Generation auf die Straße Der 25-jährige Student Maximilian Kisters aus Düsseldorf etwa verweist auf die hohen Mieten, die für viele junge Menschen kaum noch tragbar seien. In Köln werden allein 15.000 Teilnehmer erwartet, wie der WDR mitteilt. Gleichzeitig gibt es Sorgen vor einer Unterwanderung der Demonstrationen durch extremistische Gruppen. Der NRW-Verfassungsschutz beobachtet, dass Akteure aus dem linksextremistischen Spektrum für die Proteste mobilisieren, bisher jedoch ohne Hinweise auf gewalttätige Aktionen. ### Polizei warnt vor Gewaltaufrufen bei Protesten Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor, da es in sozialen Medien auch Aufrufe zu Brandstiftungen und Sachbeschädigungen gibt, wie die Berliner Morgenpost berichtet. Einige Geschäfte in Großstädten wie Köln oder Berlin haben bereits angekündigt, aus Vorsicht zu schließen oder ihre Schaufenster zu verbarrikadieren. Die Bundesschülerkonferenz distanziert sich indes von den Protesten und betont, dass die Forderungen von „Gen Z regelt“ über den bildungspolitischen Rahmen hinausgehen. Dennoch begrüßt sie das Gesprächsangebot von Bundesbildungsministerin Prien, um die Anliegen der Jugendlichen direkt an die Politik heranzutragen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück