# Bundestag beschließt mehr Rechte für Gewaltopfer Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-16T01:02:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-16T01:02:08+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/bundestag-beschliesst-mehr-rechte-fuer-gewaltopfer-767187/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Bundestag hat am Donnerstag die Ausweitung der psychosozialen Prozessbegleitung für Opfer von Sexual- und Gewaltstraftaten beschlossen. Betroffene häuslicher Gewalt sollen künftig ebenfalls Anspruch auf Unterstützung haben. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) betonte die Bedeutung des Gesetzes als Signal an die Opfer. ## Ausbau der psychosozialen Begleitung Für das Gesetz zur Stärkung der Rechte von Verletzten insbesondere schwerer Gewalt- und Sexualstraftaten stimmten die Fraktionen von CDU/CSU und SPD, während die AfD dagegen votierte. Die Grünen enthielten sich, nachdem ihr Änderungsantrag abgelehnt worden war. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) erklärte: "Eine Aussage vor Gericht kostet Betroffene von Gewalt enorm viel Kraft – erst recht, wenn auf der Anklagebank der eigene Ex-Partner sitzt". "Eine professionelle Unterstützung kann Betroffenen helfen, Mut für eine Aussage zu fassen. Deshalb regeln wir, dass Betroffene häuslicher Gewalt einen Anspruch auf psychosoziale Prozessbegleitung haben." ### Hintergrund und Ziele Hubig äußerte: "Es ist ein weiterer Baustein unserer Strategie für besseren Schutz vor Gewalt und ein klares Signal an alle Betroffenen: Ihr seid nicht allein. Der Staat steht an eurer Seite." Seit 2017 haben Minderjährige und besonders schutzbedürftige Erwachsene, die Opfer von Sexual- oder schweren Gewaltstraftaten wurden, Anspruch auf psychosoziale Prozessbegleitung. Diese umfasst nicht-rechtliche Betreuung, Informationsvermittlung und Unterstützung während des gesamten Strafverfahrens. Mehr Verletzte von Sexual- und Gewaltstraftaten sollen künftig eine psychosoziale Prozessbegleitung erhalten, um den Zugang zu Unterstützung zu verbessern und den Kreis der Anspruchsberechtigten zu erweitern. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück