# Bundesregierung warnt Israel vor Bodenoffensive im Libanon Datum: 16.03.2026 13:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/bundesregierung-warnt-israel-vor-bodenoffensive-im-libanon-691893/ --- Die Bundesregierung hat Israel eindringlich vor einer umfangreichen Bodenoffensive im Libanon gewarnt und auf die dramatischen Folgen für die Zivilbevölkerung hingewiesen. Regierungssprecher Stefan Kornelius betonte, eine Ausweitung der militärischen Operationen würde die humanitäre Lage weiter verschärfen und zusätzliche Fluchtbewegungen auslösen. Zugleich verurteilte die Bundesregierung den erneuten Eintritt der Hisbollah in den Kampf mit Israel und forderte die Miliz zur Niederlegung der Waffen auf. ## Berlin warnt vor Eskalation im Libanon Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte am Montag der dts Nachrichtenagentur: „Wir fordern unsere israelischen Freunde eindringlich auf, diesen Weg nicht einzuschlagen.“ Eine umfangreiche Bodenoffensive würde nämlich „die ohnehin angespannte humanitäre Lage in der Region deutlich verschlechtern und zu einem erhöhten Fluchtgeschehen beitragen“. Man sei „im Kontakt, diese Botschaft mitzuteilen“, fügte Kornelius hinzu. Die Bundesregierung schaue „enorm beunruhigt“ auf die Entwicklung im Libanon. Sie verurteile scharf, dass die Hisbollah wieder in den Kampf mit Israel eingetreten sei. Die Miliz müsse diesen Kampf einstellen und die Waffen niederlegen, forderte der Regierungssprecher. ### Appell zum Schutz von Zivilisten und UN-Mission In diesem Zusammenhang begrüße Berlin, dass es Anstrengungen gebe, Gespräche zwischen Israel und dem Libanon „wieder in Gang zu setzen“. Man fordere Israel auf, zivile Ziele sowie die Unifil-Mission der Vereinten Nationen nicht anzugreifen. ### Israelische Armee startet Bodenoffensive Die israelische Armee (IDF) hatte am Montagmorgen eine nach eigenen Worten „begrenzte und gezielte Bodenoffensive“ gegen Ziele im Süden Libanons begonnen, wie sie mitteilte. Dabei sollen mehrere Hisbollah-Kämpfer getötet worden sein. Ziel der Operation sei es, die „Vorwärtsverteidigungszone“ zu erweitern, so die IDF. Die Offensive sei Teil eines Plans, um eine „Pufferzone“ zu schaffen und die Bedrohung durch die Hisbollah von der Grenze fernzuhalten. Vor dem Einmarsch der Truppen führte die israelische Armee massive Luftangriffe und Artilleriebeschüsse durch. Seit dem 2. März haben israelische Angriffe im Libanon laut Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 850 Menschen getötet und mehr als 2.100 weitere verletzt. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück