# Bundesregierung hält sich bei möglicher Feiertagsabschaffung bedeckt Datum: 17.04.2026 14:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/bundesregierung-haelt-sich-bei-moeglicher-feiertagsabschaffung-bedeckt-704074/ --- Die mögliche Abschaffung eines Feiertags als Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Krise ist nach Angaben der Bundesregierung derzeit offiziell lediglich „Spekulation“. In der Regierung wird zugleich darauf verwiesen, dass in der angespannten wirtschaftlichen Lage verschiedenste Vorschläge diskutiert werden, ohne diese im Detail zu kommentieren. ## Regierungssprecher spricht von „Spekulation“ Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer bezeichnete die Debatte um die Abschaffung eines Feiertags am Freitag gegenüber der dts Nachrichtenagentur als „Spekulation“. Er wolle einzelne mögliche Maßnahmen nicht bewerten, sagte Meyer der dts Nachrichtenagentur. Ein klares Dementi, dass die Bundesregierung eine solche Maßnahme erwägt, vermied er jedoch. In der aktuellen angespannten wirtschaftlichen Lage seien „immer wieder Vorschläge auch in der Diskussion“, so Meyer. „Insofern konzentrieren wir uns darauf, die Dinge intern vorzubereiten und dann zu verkünden, wenn wir uns auf etwas geeinigt haben“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher der dts Nachrichtenagentur. Konkrete Pläne oder Vorhaben nannte er nicht. ### Aussagen des Kanzlers und Vorschlag im Koalitionsausschuss Der Kanzler hatte letztes Jahr gesagt, das Thema Feiertagsabschaffung komme immer wieder hoch „wie das Ungeheuer von Loch Ness“, er wolle eine solche Diskussion aber gar nicht führen. Ein paar Wochen später sagte er in einem TV-Interview, von ihm aus könnte der Pfingstmontag entfallen, „aber wir werden ihn behalten“. Laut „Spiegel“ hatte die Union dann beim Koalitionsausschuss am letzten Wochenende in der Villa Borsig vorgeschlagen, den 1. Mai als gesetzlichen Feiertag abzuschaffen – die SPD soll empört gewesen sein. ### Ökonomische Argumente und bestehende Feiertagsregelungen Nach Berechnungen von Ökonomen würde jeder zusätzliche Arbeitstag das BIP um etwa 0,2 Prozent steigen lassen. In Deutschland gibt es neun bundeseinheitliche Feiertage, von denen vier per Definition nie auf ein Wochenende fallen. Fünf weitere rotieren über alle sieben Wochentage und sorgen damit durchschnittlich für den Ausfall von drei bis vier Arbeitstagen pro Jahr. Darüber hinaus gibt es in den Ländern weitere arbeitsfreie Feiertage. Der stellvertretende Regierungssprecher wollte den Vorschlag aus dem Koalitionsausschuss am Freitag nicht kommentieren. Es sei „enorm wichtig, dass wir diese Gespräche in aller Ernsthaftigkeit aber auch in aller Vertraulichkeit führen“, sagte Meyer der dts Nachrichtenagentur. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück