# Bundeskabinett beschließt 4,24 Prozent Rentenerhöhung ab 2026 Datum: 29.04.2026 11:49 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/bundeskabinett-beschliesst-424-prozent-rentenerhoehung-ab-2026-707377/ --- Die gesetzlichen Renten sollen zum 1. Juli 2026 um 4,24 Prozent steigen. Das Bundeskabinett hat dazu die Rentenwertbestimmungsverordnung 2026 beschlossen, die Erhöhung steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundesrates. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums sorgt die Kopplung der Rente an die Löhne zugleich für eine stabile Finanzierung, verursacht aber deutlich höhere Kosten für den Bund als zunächst erwartet. ## Rentenplus ab Juli 2026 beschlossen Die Bundesregierung hat mit der Rentenwertbestimmungsverordnung 2026 die Grundlage für eine deutliche Rentenerhöhung geschaffen. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums sollen die gesetzlichen Renten zum 1. Juli 2026 um 4,24 Prozent steigen. Die Verordnung muss noch vom Bundesrat gebilligt werden. Bärbel Bas (SPD) erklärte, dass die Rentenanpassung eine „gute Nachricht“ für die Rentner sei, da sie an der „Wohlstandsentwicklung der arbeitenden Bevölkerung“ teilhaben könnten (Quelle: Bundesarbeitsministerium). Die Verlässlichkeit der gesetzlichen Rente werde durch die Kopplung an die Löhne sichergestellt. Bas betonte zudem die Bedeutung eines stabilen Rentensystems, insbesondere in unsicheren Zeiten. ### Grundlage: Lohnentwicklung und Rentenpaket 2025 Mit dem Rentenpaket 2025 wurde die Haltelinie beim Rentenniveau bis zum 1. Juli 2031 verlängert. Maßgeblich für die Berechnung der nun beschlossenen Rentenanpassung war nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums die anpassungsrelevante Lohnentwicklung von 4,25 Prozent. Diese basiert auf Daten des Statistischen Bundesamtes und der Entwicklung der beitragspflichtigen Entgelte der Versicherten. Die Rentenanpassung zum 1. Juli 2026 wird mit der Rentenwertbestimmungsverordnung 2026 umgesetzt und tritt an diesem Tag in Kraft. Die Verordnung regelt die übliche Rentenerhöhung zum 1. Juli. Danach steigen die Renten dieses Jahr im Sommer um 4,24 Prozent. Erwartet worden waren nur 3,7 Prozent. Ursache sind die im vergangenen Jahr stärker als erwartet gestiegenen Löhne, die in die Rentenberechnung einfließen. ### Deutlich höhere Kosten für den Bundeshaushalt Die 2025 beschlossene Rentenreform kommt den Bund in diesem und im nächsten Jahr offenbar deutlich teurer zu stehen als geplant. Dieses Jahr verursacht das auf 48 Prozent festgesetzte Rentenniveau Zusatzkosten von 408 Millionen Euro, die der Bund an die Rentenkasse überweisen muss. 2027 sind es 816 Millionen Euro, also zusammen gut 1,2 Milliarden Euro. Das geht aus der Stellungnahme der Deutschen Rentenversicherung zur „Rentenwertbestimmungsverordnung“ 2026 des Sozialministeriums hervor, aus der das „Handelsblatt“ berichtet (Quelle: „Handelsblatt“). Die Zusatzkosten müssten nun 2026 als „außerplanmäßige Ausgabe“ aufgebracht werden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums (Quelle: Bundesarbeitsministerium). Der zusätzliche Erstattungsbetrag für 2027 müsse noch „in der Abstimmung der Bundesregierung zu den Eckwerten des Bundeshaushalts“ berücksichtigt werden (Quelle: Bundesarbeitsministerium). ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück