# Bund will Heimatgefühl stärken und ländliche Räume fördern Datum: 16.07.2026 15:16 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/bund-will-heimatgefuehl-staerken-und-laendliche-raeume-foerdern-733073/ --- Alois Rainer präsentiert Heimatagenda für weniger Bürokratie und mehr Mitgestaltung. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat eine Heimatagenda vorgestellt, die ländlichen Räumen mehr Gestaltungsspielraum geben soll. Wie topagrar.com berichtet, setzt der Minister dabei auf weniger Bürokratie, mehr Dialog und eine stärkere regionale Wertschöpfung. Die Agenda soll als „Kompass“ für die künftige Arbeit des Ministeriums dienen und die Selbstwirksamkeit der Bürger vor Ort stärken. Rainer betonte, Heimatpolitik sei kein „Nice to have“, sondern ein zentrales Anliegen, um Zusammenhalt und gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu fördern. Sein Motto lautet: „Miteinander ist Heimat“. Die Agenda versteht er als Gegenmodell zu politischer Polarisierung und Spaltung. ## Landfrauen fordern mehr Chancen für Frauen auf dem Land Landfrauen-Präsidentin Petra Bentkämper unterstrich die Bedeutung ländlicher Räume für die wirtschaftliche Entwicklung und die Transformation. Sie forderte bessere Bildungsangebote, eine verlässliche Infrastruktur und die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt. Besonders wichtig sei ihr, Geschlechtergerechtigkeit einzubeziehen, da vor allem junge Frauen ländliche Regionen verlassen. Bürokratieabbau und die Vereinfachung von Verfahren seien entscheidend, um Ehrenamtliche zu entlasten, wie sie gegenüber topagrar.com erklärte. ### Heimatagenda setzt auf Dialog und regionale Wertschöpfung Als zentrale Instrumente der Heimatagenda nennt Rainer Heimat-Dialoge, die gemeinsam mit Ländern, Kommunen und Verbänden aufgebaut werden sollen. Zudem sind ein Heimatreport, ein Landatlas und ein „Bundespreis Heimat“ geplant. Das Ministerium will künftig stärker in der Fläche präsent sein und gemeinsam mit den Menschen vor Ort Lösungen entwickeln. Ein neues „Institut für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen“ soll regionale Wertschöpfungsketten identifizieren und Potenziale erschließen. Die Förderung soll dauerhafter wirken und den Akteuren vor Ort mehr Gestaltungsspielraum geben. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück