# BUND kritisiert fehlende Umweltverbände bei Niedrigwasserkonferenz Datum: 06.08.2026 06:22 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/bund-kritisiert-fehlende-umweltverbaende-bei-niedrigwasserkonferenz-739861/ --- Der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Olaf Bandt, wirft Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) vor, keine Umweltverbände zu seiner Niedrigwasserkonferenz eingeladen zu haben. Bandt fordert langfristige Lösungen statt kurzfristiger Reaktionen auf wirtschaftliche Folgen. ## Kritik an einseitiger Ausrichtung der Konferenz Der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Olaf Bandt, hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) dafür kritisiert, dass er keine Umweltverbände zu seiner "Niedrigwasserkonferenz" eingeladen hat. "Was wir brauchen, sind langfristige und nachhaltige Lösungen". "Dass bei der Niedrigwasserkonferenz keine einzige Umweltorganisation dabei ist, zeigt, dass sich die Bundesregierung nur auf die akuten wirtschaftlichen Folgen der niedrigen Pegelstände konzentriert." ### Forderungen für Klimaresilienz und nachhaltige Lösungen Die Bundesregierung verkenne laut Bandt die eigentlichen Probleme. "Wir müssen mehr Wasser in den Flächen halten, Wasserentnahmen reduzieren und unsere Flüsse klimaresilient machen. Nur so können die Folgen der Trockenheit begrenzt werden". "Die niedrigen Flusspegel sind kein kurzfristiges Wetterphänomen, sondern Symptom der Klimakrise. Deutschland handelt beim Schutz seines Wasser viel zu zögerlich und spät". "Dabei gibt die Nationale Wasserstrategie vor, wie es geht. Intakte Flusslandschaften sind natürliche Wasserspeicher, die ökologisch gestärkt werden müssen. Die Binnenschifffahrt muss an die Flüsse angepasst werden und nicht umgekehrt. Niedrige Pegel können nicht einfach weggebaggert werden.“ Primäres Ziel gemäß der Nationalen Wasserstrategie sollte laut BUND der Schutz von Oberflächen- und Grundwasserreserven sowie die Aufrechterhaltung der ökologischen Funktionen der Flüsse sein. Statt die Flüsse für immer größere Schiffe zu vertiefen, sollten neue, für Niedrigwasser geeignete Schiffstypen eingesetzt werden. Dazu sollten entsprechende Anreize geschaffen und bestehende Förderprogramme aufgestockt werden. Zudem solle Lagerhaltung wieder zum Standard werden, um Lieferengpässe auszugleichen. Da mit niedrigen Wasserständen am Rhein künftig vermehrt zu rechnen sei, müsse der Transport auf der Schiene zu einer finanziell attraktiven Alternative werden. Entsprechende Investitionen ins Schienennetz speziell für den Güterverkehr seien somit unumgänglich. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück