# BSW-Thüringen: Streit mit Wagenknecht spitzt sich zu Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-16T22:42:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-16T22:42:10+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/bsw-thueringen-streit-mit-wagenknecht-spitzt-sich-zu-744078/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Im Konflikt um die Regierungsbeteiligung in Thüringen wirft der BSW-Landesverband Sahra Wagenknecht vor, die Zusammenarbeit mit der CDU zu blockieren. Die Parteigründerin fordert ihrerseits, die Koalition mit CDU und SPD zu beenden und einen überparteilichen Ministerpräsidenten zu ermöglichen. ## Vorwürfe und Gegenvorwürfe Der BSW-Landesverband wirft Wagenknecht vor, eigene Machtinteressen über die Interessen des Landes zu stellen. "Bild" berichtet unter Berufung auf interne Unterlagen, dass sie den Thüringer Genossen umgekehrt vorwirft, zu weit von der Parteilinie abzuweichen und sich inhaltlich nicht klar genug von der CDU abzugrenzen. ### Angebot der AfD und Reaktionen Thüringens AfD-Chef Björn Höcke hatte Wagenknecht das Amt der Ministerpräsidentin angeboten. Sie lehnte das Angebot ab, nicht jedoch den politischen Kurs. Stattdessen forderte sie den Thüringer Landesverband auf, die Koalition mit CDU und SPD zu beenden und den Weg für einen überparteilichen Ministerpräsidenten freizumachen. Parallel bot sie der AfD in Sachsen-Anhalt eine Zusammenarbeit an. Thüringens Digitalminister Steffen Schütz (BSW) zeigte öffentlich seine Ablehnung gegenüber Wagenknechts Kurs. In einem Social-Media-Post bezeichnete er die Parteiführung als „AfD-Steigbügelhalter“. Gegenüber „Bild“ kritisierte er den eingeschlagenen Kurs als „hochgefährlich“ und betonte, dieser habe nichts mehr mit den ursprünglichen Zielen der Partei zu tun. Schütz vertraue weiterhin auf die Integrität des Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU), trotz der Affäre um dessen Doktortitel. Wagenknecht reagierte auf die Kritik, indem sie Teile der Thüringer Landtagsfraktion ins Visier nahm. Laut „Bild“ warf sie einigen Abgeordneten vor, mehr an ihren Mandaten als an den politischen Zielen der Partei interessiert zu sein. Gleichzeitig verwies sie auf wachsenden Druck aus der Parteibasis, die Koalition zu verlassen. Im Hintergrund steht die Frage, ob die BSW-Minister ihre Ämter verlieren würden, sollten sie die Koalition vor Erreichen der zweijährigen Amtszeit auflösen, was ihren Anspruch auf Ruhegehalt gefährden könnte. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück