# BSW lehnt AfD-Koalition in Sachsen-Anhalt ab Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-11-02T15:42:05+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-11-02T15:42:09+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/bsw-lehnt-afd-koalition-in-sachsen-anhalt-ab-773553/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Sachsen-Anhalt wird bei der Wahl zum Ministerpräsidenten im Dezember nicht für den AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund stimmen. Fraktionsvize Claudia Wittig schloss eine Koalition mit der AfD aus, signalisierte aber Gespräche über projektbezogene Zusammenarbeit. Zentrale Forderungen der AfD wie Remigration lehnt das BSW ab. ## Klare Absage an AfD-Kandidat Siegmund Das BSW in Sachsen-Anhalt hat sich eindeutig gegen eine Unterstützung des AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund bei der Wahl zum Ministerpräsidenten im Dezember positioniert. "Es wird keine Koalition geben und keine BSW-Stimmen für Siegmund bei der Wahl zum Ministerpräsidenten – die muss er sich bei der CDU holen", sagte BSW-Fraktionsvize Claudia Wittig der “Welt”. Eine Koalition mit der AfD lehnte sie kategorisch ab. ### Projektgespräche statt Koalition Trotz der klaren Absage an eine Regierungszusammenarbeit planen BSW und AfD in den kommenden Wochen Gespräche über konkrete Vorhaben. "über konkrete Projekte", erklärte Wittig. Dabei stehe eine Schulreform im Fokus, die den Lehrermangel bekämpfen soll. "Aber wir wollen viel: eine Schulreform, die den Lehrermangel angeht, etwa durch Anwerben von Lehramtsstudenten oder ein Landlehrerstipendium ähnlich der Landarztquote". "längeres gemeinsames Lernen, damit die soziale Segregation endet und der Bildungserfolg nicht vom Elternhaus abhängt.". Die bisherigen Gespräche bezeichnete Wittig als "sachbezogen und produktiv". Gleichzeitig betonte sie: "Sie kennen unsere roten Linien". ### Gemeinsame Kritik an Öffentlich-Rechtlichen Einig sind sich BSW und AfD in ihrer Kritik am Medienstaatsvertrag. Wittig warf den Öffentlich-Rechtlichen vor, nicht das gesamte Meinungsspektrum abzubilden. "Außerdem teilen wir beim Medienstaatsvertrag mit der AfD die Problemanalyse: Das Programm der Öffentlich-Rechtlichen gibt nicht den Querschnitt des Meinungsspektrums wieder, die Berichterstattung ist einseitig, das Programm wird von Leuten aus dem Westen gemacht, und der Osten kommt schlecht weg. Die Beiträge werden von hohen Intendantengehältern verschlungen", sagte sie der "Welt". Als Lösung forderte sie "mehr kritische Berichterstattung mit festen Arbeitsverträgen" sowie eine Senkung der Intendantengehälter. Forderungen der AfD nach "Remigration" erteilte Wittig hingegen eine klare Absage. "Dafür kriegt sie keine Mehrheiten mit uns. Wir halten das für falsch und machen da nicht mit". Solche Positionen fänden beim BSW keine Mehrheit. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück