# BSW in Sachsen-Anhalt: Schulze sieht Überschneidungen mit AfD Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-07T13:42:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-07T13:42:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/bsw-in-sachsen-anhalt-schulze-sieht-ueberschneidungen-mit-afd-752751/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der BSW-Spitzenkandidat Thomas Schulze hat mögliche inhaltliche Gemeinsamkeiten mit der AfD bei Russland-Politik und Energiepreisen genannt. Koalitionsgespräche mit der AfD lehnt er derzeit jedoch ab. ## Gemeinsame Themen mit der AfD Thomas Schulze, Spitzenkandidat des BSW in Sachsen-Anhalt, sieht bei der Russland-Politik und der Forderung nach billiger Energie Überschneidungen mit der AfD. Das sagte er dem Nachrichtensender "Welt". Das BSW wolle die Russland-Sanktionen beenden, was jedoch ein Bundesthema sei und nicht von Sachsen-Anhalt aus umsetzbar. "Aber wir können das von hier aus anschieben." Zudem strebe man an, die Industrie durch preiswerte Energie wieder wettbewerbsfähig zu machen. "Dafür werden wir uns stark machen. Und das hat die AfD auch immer den Menschen hier gesagt. Das ist das erste Thema. Wir möchten den diplomatischen Weg gehen in der Ukraine, Russland-Frage. Das sind so die ersten Themen, die wir anschieben. Dafür hat man uns mit Recht auch gewählt." ### Keine Koalition mit AfD – aber konstruktive Opposition Über eine Koalition mit der AfD wolle man "derzeit nicht sprechen", so Schulze. "Wir haben immer gesagt, wir werden keine Koalition eingehen. Wir wollen eine konstruktive Opposition machen. Wir haben aber auch immer gesagt, wenn wir verändern können in diesem Land, dann werden wir es tun. Wie wir es dann machen, das werden sicherlich die nächsten Stunden und Tage bringen." ### Favorit: Überparteilicher Ministerpräsident Das BSW favorisiert weiterhin einen überparteilichen Ministerpräsidenten, etwa aus Wirtschaft, Kultur oder nach Gesprächen mit Kirchenvertretern. "Wir stellen uns jemand vor, der vielleicht aus der Wirtschaft kommt, aus der Kultur. Wir haben Gespräche geführt mit Kirchenvertretern. Also wir haben Ideen und das werden wir in den nächsten Tagen dann auch mit den Parteien besprechen. Ich denke, dass es ganz wichtig ist, man hat gesehen, wie geteilt dieses Bundesland ist. Und da würde ein überparteilicher Ministerpräsident vielleicht das Land auch heilen können." Einen CDU-Mann an der Spitze hält Schulze für undenkbar. "Das kann ich mir nicht vorstellen. Die CDU ist gestern hier in Sachsen-Anhalt abgewählt worden. Nicht nur hier im Land, sondern das ist ein ganz deutliches Zeichen auch im Bund, dass Herr Merz seine letzten Tage vor sich hat." --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück