# Brandanschlag auf Haus von SPD-Politiker in Waltershausen erschüttert Politik Typ: Artikel Veröffentlicht: 2024-02-20T12:57:04+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2024-02-20T13:15:05+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/brandanschlag-auf-haus-von-spd-politiker-in-waltershausen-erschuettert-politik-447672/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- In Waltershausen wüteten unbekannte Täter offenbar mit einem Brandanschlag auf das Wohnhaus eines SPD-Lokalpolitikers, der kürzlich eine Demonstration gegen Rechtsextremismus initiiert hatte. Dieser Vorfall und weitere Übergriffe auf politische Büros lösten landesweit Empörung aus und weisen auf eine angespannte politische Lage hin. ## Vorfälle in Waltershausen und darüber hinaus In der Nacht auf Dienstag verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf das Haus eines SPD-Lokalpolitikers in Waltershausen, Thüringen. Laut Polizei brannten ein Fahrzeug und die Fassade eines nahegelegenen Wohnhauses. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 13.000 Euro, jedoch gab es keine Verletzten. ### Reaktionen aus der Politik Die Tat stieß parteiübergreifend auf Entsetzen. Bodo Ramelow (Linke), Ministerpräsident von Thüringen, kommentierte auf X/Twitter: „Es handelt sich um einen ungeheuerlichen Akt der brutalen Gewaltanwendung. Brandstiftung bedeutet den Tod von Menschen herbeizuführen oder billigend in Kauf zu nehmen.“ Auch die Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) verurteilte den Angriff im Gespräch mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“: „Dieser Brandanschlag hat Menschenleben gefährdet. Angriffe wie dieser sind auch Angriffe auf die Demokratie. Sie sollen einschüchtern und Menschen von Politik abhalten.“ ### Weitere Vorfälle in Thüringen Neben dem Brandanschlag in Waltershausen kam es in Thüringen zu weiteren Übergriffen auf Parteibüros. So wurden in Suhl in mehreren SPD-Büros die Scheiben eingeschlagen. Außerdem wurde das Wahlkreisbüro von Landtagspräsidentin Birgit Pommer (Linke) in Bleicherode mit Hakenkreuzen beschmiert. Diese Vorfälle weisen auf eine zunehmend aggressive politische Atmosphäre im Freistaat hin. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück