Im Osnabrücker Lokviertel steht an diesem Sonntag (31. Mai 2026) die nächste und vielleicht sogar letzte Bombenräumung an.
Nach Abschluss der Nachsondierungen ist das Quartier nach Angaben der Stadt Osnabrück nun vollständig auf Kampfmittel untersucht worden. Zwei Verdachtspunkte müssen jedoch noch durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst genauer geprüft und, falls nötig, unschädlich gemacht werden.
Für die Maßnahme an diesem Sonntag müssen 1.594 Menschen ihre Häuser und Wohnungen bis spätestens 9 Uhr verlassen haben. Der Evakuierungsradius fällt dieses Mal deutlich kleiner aus als bei früheren Maßnahmen. Grund dafür ist, dass es sich bei den Verdachtspunkten mit hoher Wahrscheinlichkeit um Kampfmittel mit einem Gewicht von rund 50 Kilogramm handelt. Gewicht und Sprengkraft wären damit deutlich geringer als bei den bisherigen Bombenräumungen.
Diese Straßen und Hausnummern liegen im Evakuierungsgebiet
Die Stadt Osnabrück hat die betroffenen Adressen veröffentlicht. Folgende Straßen beziehungsweise Hausnummern müssen am Sonntag bis 9 Uhr geräumt sein:
| Straße | Betroffene Hausnummern |
|---|---|
| An der Petersburg | alle |
| August-Bebel-Platz | alle |
| Bielefelder Str. | alle |
| Bruchstr. | 13 |
| Bünder Str. | 3 – 9 ungerade |
| Dammstr. | alle |
| Frankenstr. | alle |
| Franz-Lenz-Str. | 2 – 16 gerade |
| Gesmolder Str. | 12 – 19c; 21 |
| Großer Fledderweg | 89 – 91A |
| Hamburger Str. | 12; 24 |
| Hannoversche Str. | 1 – 35; 39 |
| Karmannstr. | 1; 2 |
| Klöntrupstr. | alle |
| Konrad-Adenauer-Ring | 19; 27 – 43 ungerade |
| Meller Str. | 13 – 65 ungerade |
| Neulandstr. | alle |
| Peiner Str. | alle |
| Pottgraben | 35 |
| Rheinische Str. | 15; 17 |
| Schweerstr. | 7; 9; 11 – 17 |
| Stahlwerksweg | alle |
| Stüvenbrede | alle |
| Wasastr. | alle |
| Westfälische Str. | 4; 6 |
Krankenhäuser und Hauptbahnhof nicht betroffen
Nicht von der Evakuierung betroffen sind nach Angaben der Stadt das Marienhospital, das Christliche Kinderkrankenhaus und der Hauptbahnhof. Dennoch müssen sich Bahnreisende auf mögliche Einschränkungen einstellen: Die Gleise in alle Richtungen liegen innerhalb des Evakuierungsgebietes, weshalb es am Sonntag zu Auswirkungen auf den Bahnverkehr kommen kann.

Evakuierungsgebiet am 31. Mai 2026. / Foto: Stadt Osnabrück
Für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner wird in der Gesamtschule Schinkel ein Evakuierungszentrum eingerichtet. Die Stadt empfiehlt jedoch grundsätzlich, möglichst bei Verwandten, Freunden oder Bekannten unterzukommen.
Aufenthalt nach 9 Uhr kann 300 Euro kosten
Die Evakuierungsanordnung ist für alle Betroffenen verbindlich. Ein Verbleib im Evakuierungsgebiet „auf eigene Gefahr“ ist nicht möglich. Am Tag der Räumung gilt eine Allgemeinverfügung. Wer sich nach 9 Uhr noch im betroffenen Bereich aufhält, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 300 Euro rechnen.
Weitere Informationen, eine Karte des Evakuierungsgebietes sowie Hinweise in mehr als zehn Sprachen sind unter geo.osnabrueck.de/evakuierung abrufbar. Aktuelle Entwicklungen veröffentlicht die Stadt außerdem unter www.osnabrueck.de/warnungen.
Für Rückfragen ist eine Hotline unter 0541 323-4490 eingerichtet. Sie ist zu den üblichen Bürozeiten von 9 bis 17 Uhr erreichbar. Wer für die Evakuierung einen Krankentransport benötigt, soll sich rechtzeitig unter 0541 323-4455 melden.
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