# Bombenfund in Eversburg: Langzeitzünder kontrolliert gesprengt – Evakuierung aufgehoben Datum: 29.07.2026 10:16 Kategorie: Aktuell URL: https://hasepost.de/bombenfund-in-eversburg-langzeitzuender-kontrolliert-gesprengt-evakuierung-aufgehoben-736542/ --- Es war eine kurzfristig angesetzte Evakuierung am Mittwochmorgen (29. Juli) in Osnabrück-Eversburg: Auf dem Sportplatz der IGS Eversburg waren bei Sondierungsarbeiten Reste eines Kampfmittels entdeckt worden. 350 Menschen mussten deshalb ihre Wohnungen verlassen. Am Moergen konnte der gefährliche Fund schließlich kontrolliert gesprengt werden. ### 350 Menschen mussten Wohnungen verlassen Bis 8:00 Uhr mussten die Bewohnerinnen und Bewohner von 198 Haushalten das betroffene Gebiet verlassen. Anschließend sperrten die Einsatzkräfte die Straßen und kontrollierten, ob sich noch Menschen innerhalb der Evakuierungszone aufhielten. Die Räumung kam zügig voran: Um 8:53 Uhr war bereits eine Straße und damit etwa ein Drittel des Gebietes überprüft. Um 9:20 Uhr stand schließlich fest, dass sämtliche Haushalte kontrolliert waren. Die Einsatzkräfte konnten das Gebiet verlassen und den Kampfmittelbeseitigungsdienst mit seiner Arbeit beginnen lassen. ### Zerscheller im im Boden Schon früh war klar, dass auf dem Sportplatz keine komplette Fliegerbombe lag. Die Stadt Osnabrück hatte den Bereich in den Sommerferien untersuchen lassen, nachdem die regelmäßige Auswertung historischer Luftbilder einen entsprechenden Verdacht ergeben hatte. Bei den Sondierungen waren Reste eines Kampfmittels entdeckt worden. Zeitweise gingen die Fachleute davon aus, dass es sich um einen so genannten Zerscheller handeln könnte. Damit werden Fliegerbomben bezeichnet, deren Hülle beim Aufprall zerbrochen oder aufgeplatzt ist, ohne dass die Hauptsprengladung detoniert. Dabei kann das Zündsystem von der eigentlichen Bombe getrennt werden und im Erdreich zurückbleiben. ### Gefährlicher Langzeitzünder entdeckt Nach der Freilegung des Verdachtspunktes gab es gegen 9:40 Uhr Gewissheit: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst stieß auf einen englischen Langzeitzünder mit Detonator. Dieser konnte nicht einfach abtransportiert werden, sondern musste vor Ort kontrolliert gesprengt werden. Die Fachleute bereiteten die Sprengung unmittelbar vor. Wenig später wurde der Fund um 10:03 Uhr kontrolliert gesprengt und damit die Gefahr beseitigt. Nachdem der Sprengmeister den Fundort noch einmal abschließend überprüft hatte, konnte die Evakuierung um 10:15 Uhr aufgehoben werden. ### Nur zwölf Menschen nutzten Anlaufstelle Für die von der Evakuierung Betroffenen hatte die Feuerwehr im Jugendzentrum Westwerk an der Atterstraße eine Anlaufstelle eingerichtet. Der Andrang dort blieb allerdings überschaubar: Gegen 10:00 Uhr hielten sich lediglich zwölf Anwohnerinnen und Anwohner im Westwerk auf. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück