# BMW und Mercedes reagieren auf AKW-Abschaltungen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-03T19:02:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-03T19:02:10+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/bmw-und-mercedes-reagieren-auf-akw-abschaltungen-738966/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Abschaltung von Atomkraftwerken wegen Niedrigwasser in Ungarn und Rumänien beeinträchtigt die Produktion deutscher Autohersteller. Während Ford und Dacia in Rumänien die Fertigung stoppen, setzt BMW in Ungarn auf Energieeinsparungen. Mercedes betont die Versorgungssicherheit seines Standorts. ## BMW senkt Energieverbrauch um 15 Prozent "Durch ein kurzfristig entwickeltes Maßnahmenpaket werden zusätzliche Einsparpotenziale in den Bereichen Anlagenbetrieb, Beleuchtung, Klimatechnik und Ladeinfrastruktur genutzt", sagte ein BMW-Sprecher der "Welt" (Dienstagausgabe). Dadurch habe das Werk im ostungarischen Debrecen seinen Energieverbrauch seit Freitag bereits um rund 15 Prozent gesenkt. BMW profitiert von 50 Hektar Solarfläche auf Dächern und Feldern rund um das Werk. An Sommertagen kann die Anlage mit bis zu 50 Megawatt fast den gesamten Bedarf decken. Da das Werk im Zweischicht-Betrieb läuft, muss bei Dunkelheit jedoch Strom aus dem Netz zugekauft werden. Auch für Mercedes ist Ungarn ein wichtiger Standort. Das kürzlich erweiterte Werk in Kecskemet läuft aktuell ohne Einschränkungen. "Aktuell läuft der Produktionsbetrieb in allen Bereichen ohne Einschränkungen. Wir beobachten die aktuelle Lage sehr genau und stehen dazu in engem, kontinuierlichem Austausch mit den zuständigen Behörden", sagte ein Sprecher der Zeitung. Für den Konzern stehe die Versorgungssicherheit des Standorts im Fokus. Aufgrund der Erderhitzung werden Dürren und Niedrigwasser in bestimmten Gebieten häufiger und heftiger. Der Klimawandel verändert die Niederschlagsverteilung, sodass es seltener, dann aber in größeren Mengen regnet. Die Situation verschärft sich, solange durch das Verbrennen fossiler Energieträger zusätzliche Treibhausgase freigesetzt werden. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück