# BMW-Chef Zipse drängt auf schnellen Turnberry-Zolldeal mit USA Datum: 11.03.2026 19:22 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/bmw-chef-zipse-draengt-auf-schnellen-turnberry-zolldeal-mit-usa-690401/ --- BMW-Chef Oliver Zipse dringt auf eine rasche Umsetzung des zwischen der EU und den USA ausgehandelten Zollabkommens. Zugleich kritisiert er die Verhandlungsstrategie in Brüssel und wirft der deutschen Wirtschaft mangelndes Selbstbewusstsein vor. Die Folgen des Iran-Kriegs für BMW seien derzeit begrenzt, und einen unmittelbaren Schub für E-Autos durch steigende Benzinpreise erwartet Zipse nicht. ## Forderung nach zügiger Umsetzung des „Turnberry-Deals“ BMW-Chef Oliver Zipse fordert eine schnelle Verabschiedung des Zollabkommens mit den USA, das Brüssel und Washington im vergangenen Sommer ausgehandelt haben. "Lasst uns den Turnberry-Deal, der im August in Schottland zwischen der EU und den USA vereinbart wurde, auch auf der europäischen Seite endlich umsetzen", sagte Zipse der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe). Damit würden die USA laut Zipse ihre Zölle auf EU-Waren bei 15 Prozent begrenzen, die EU würde die Zölle auf null Prozent senken. "Wir zahlen gerade beide Zölle: 15 Prozent `neue` Zölle für Importe in die USA und zehn Prozent `alte` Zölle für die Fahrzeuge, die wir aus unserem US-Werk in South Carolina nach Europa bringen. Das ist nicht unsere Vorstellung dieses Deals", fügte Zipse an. "Viele hadern zurzeit mit der Brüsseler Verhandlungsstrategie." Es brauche in Brüssel "dringend mehr Stabilität und Geschwindigkeit". ### Kritik am fehlenden Selbstbewusstsein der deutschen Wirtschaft Zipse geht auch hart mit der deutschen Wirtschaft und den Unternehmen ins Gericht. "Mich ärgert das fehlende Selbstbewusstsein, das in Deutschland leider gerade sehr ausgeprägt ist", sagte der BMW-Chef der "Süddeutschen Zeitung". Europa habe so viele Unternehmen, die in ihren Branchen weltweit führend seien. "Diese Denke, dass wir überrollt werden, die teile ich ausdrücklich nicht", sagte der Konzernchef. "Jammern hilft da einfach nicht. Ich würde mir mehr Mut und Tatkraft wünschen – und weniger Beschwerden." ### Begrenzte Auswirkungen des Iran-Kriegs und vorsichtiger Blick auf E-Auto-Nachfrage Zu den Folgen des Iran-Kriegs für BMW sagte Zipse der "Süddeutschen Zeitung": "Das Team um unseren Einkaufsvorstand hat sofort nach Beginn des Krieges im Iran geprüft, ob wir davon unmittelbar betroffen sind, also ob zum Beispiel Lieferungen ausfallen könnten." Zugleich betonte er: "Zum jetzigen Zeitpunkt ist unsere Versorgung aber nicht beeinträchtigt." Mit Blick auf den stark steigenden Benzinpreis sieht Zipse keine sofortige Verschiebung der Nachfrage hin zu E-Autos. "Vorsicht bei solchen vermeintlich einfachen Kausalzusammenhängen", warnte Zipse in der "Süddeutschen Zeitung". Die Nachfrage nach einer bestimmten Antriebsform hänge seinen Aussagen zufolge von vielen Faktoren ab. Und man wisse im Moment ja auch nicht, ob es infolge des Krieges nicht auch zu einem Anstieg der Strompreise kommen werde. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück