# BMW-Chef fordert höhere Preise für chinesische Autos Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-22T12:52:10+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-22T12:52:14+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/bmw-chef-fordert-hoehere-preise-fuer-chinesische-autos-758789/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der neue BMW-Vorstandsvorsitzende Milan Nedeljkovic verlangt von chinesischen Autoherstellern höhere Verkaufspreise in Europa. Er warnt vor Wettbewerbsverzerrung durch nicht marktwirtschaftliche Preise und plädiert für politische Lösungen. ## Kritik an Preispolitik und Wettbewerbsbedingungen "Wir sehen, dass in Europa ein enormer Preisdruck entstanden ist, weil die Preise vieler chinesischer Autos nicht nach marktwirtschaftlichen Mechanismen entstanden sind", sagte Nedeljkovic der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die europäische Politik müsse gegenüber China auf "marktadäquate Preise" pochen, forderte der BMW-Chef. Er wirbt für "freiwillige Vereinbarungen, basierend auf fairen Rahmenbedingungen". Das seien Verhandlungen, die auf politischer Ebene jetzt geführt werden müssten. Andernfalls drohten weitere EU-Zölle auf chinesische Autoimporte, die ein noch stärkerer Eingriff in den Markt wären. "Wir stellen uns dem Wettbewerb. Aber eine Wettbewerbsverzerrung durch nicht nachvollziehbare Preise ist gefährlich". ### Kritik an Arbeitszeitmodell und rechtspopulistischen Tendenzen Kurz vor Beginn der Tarifverhandlungen in der Metallindustrie kritisierte Nedeljkovic die seit Jahrzehnten geltende 35-Stunden-Woche. "Natürlich ist die 35-Stunden-Woche ein Hindernis für innovative neue Industrien, die im globalen Wettbewerb um Schnelligkeit stehen", sagte der BMW-Chef. Die Arbeitskosten in Deutschland seien zu hoch. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung äußerte sich Nedeljkovic auch zu den Wahlerfolgen der AfD. "Rechtspopulismus und Nationalismus sind Gift für einen weltoffenen Wirtschaftsstandort, der vom Welthandel lebt. Wer Abschottung und Isolationismus fordert, der kann nicht im Interesse des Standorts Deutschland und unseres Wohlstands handeln". --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück