# Blutreserven werden knapp: Klinikum Osnabrück ruft zur Spende auf Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-14T17:00:46+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-14T17:01:03+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/blutreserven-werden-knapp-klinikum-osnabrueck-ruft-zur-spende-auf-743444/ Kategorie: Aktuell --- Die Versorgung mit Blutkonserven wird für das Klinikum Osnabrück zunehmend zur Herausforderung. Vor allem in der Urlaubszeit sinkt die Zahl der Blutspenden – während Krankenhäuser täglich auf die lebenswichtigen Präparate angewiesen sind. ## Weniger Vorrat, aber noch keine Engpässe Rund 200 Konserven mit roten Blutkörperchen lagern derzeit in der Blutbank des Klinikums. „Aktuell haben wir weniger Konserven als sonst zur Verfügung. Trotzdem können wir noch jede Blutgruppe versorgen“, sagt Dr. Maik Brune, Chefarzt des Medizinischen Labors. Etwa 30 Erythrozytenkonzentrate werden am Klinikum täglich benötigt – etwa nach schweren Unfällen, bei Operationen oder während Krebstherapien. Besonders wichtig ist Blut der Gruppe 0 Rhesus negativ, das in Notfällen vielen Patienten gegeben werden kann. ### Operationen bislang nicht betroffen Fehlende Konserven liefert täglich der DRK-Blutspendedienst aus Springe bei Hannover. Auswirkungen auf die Behandlung von Patienten gebe es bislang nicht, betont Brune: „Noch sind die Folgen der knappen Blutreserven nicht in der klinischen Versorgung angekommen. Es mussten keine Operationen oder andere Behandlungen verschoben werden.“ Zugleich setze das Klinikum auf einen möglichst gezielten Einsatz von Bluttransfusionen. So werde stets individuell geprüft, ob und wann eine Gabe medizinisch notwendig sei. ### Sommer sorgt regelmäßig für Engpässe Die Planung bleibt dennoch anspruchsvoll: Blutplättchen können nur drei Tage, Erythrozytenkonzentrate höchstens sechs Wochen gelagert werden. „So wie die Blutkonserven bei uns ankommen, sind sie auch schon wieder weg“, stellt Brune fest. Gerade Hitze und Urlaubszeit führten häufig zu einem Rückgang bei den Spenden. „Es ist dann ein Mix aus Hitze und Urlaubszeit oder aus Feiertagen und vollen Terminkalender, die viele potenzielle Spender fernhält und für einen Einbruch der Spendenbereitschaft sorgt“, vermutet Brune. ### Appell an gesunde Erwachsene Künstlich herstellen lässt sich Blut bis heute nicht. Deshalb ruft der Chefarzt gesunde Menschen ab 18 Jahren zum Blutspenden auf. „Sie ist ein Zeichen der Bereitschaft eines Menschen, einem anderen zu helfen. Und gerade jetzt ist das wichtiger denn je“, appelliert der Chefarzt. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück