# Bewaffnete Gefechte in Mogadischu nach Wahlverschiebung eskaliert Datum: 04.06.2026 11:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/bewaffnete-gefechte-in-mogadischu-nach-wahlverschiebung-eskaliert-719110/ --- In Somalias Hauptstadt Mogadischu ist es zu schweren Schusswechseln zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Oppositionsanhängern gekommen. Auslöser ist ein eskalierender Streit um die Verschiebung von Wahlen und die Verlängerung der Amtszeit von Präsident Hassan Sheikh Mohamud. Die Polizei spricht von einer großangelegten Sicherheitsoperation gegen schwer bewaffnete Milizen, während Oppositionsvertreter der Regierung verfassungswidriges Vorgehen vorwerfen. ## Heftige Gefechte nach Aufruf zu Protesten Die Auseinandersetzungen ereigneten sich in mehreren Stadtteilen Mogadischus und sollen Berichten zufolge über die gesamte Nacht angedauert haben. Hintergrund ist, dass die Amtszeit von Präsident Hassan Sheikh Mohamud am 15. Mai ausgelaufen war, vom Parlament jedoch um ein Jahr verlängert wurde. Die Opposition bezeichnet diesen Schritt als verfassungswidrig und hatte für Donnerstag zu Protesten aufgerufen. Nach Angaben der Polizei läuft in der Hauptstadt eine großangelegte Sicherheitsoperation gegen schwer bewaffnete Milizen, die in einigen Gebieten Mörserangriffe verübt hätten. Wie viele Menschen bei den Auseinandersetzungen verletzt oder getötet wurden, war zunächst unklar. ### Verfahrene Gespräche über Wahlprozess Gespräche zwischen der Regierung und der Opposition nach dem Ende der Amtszeit des Präsidenten waren zuvor ohne Ergebnis geblieben. Der Präsident strebt nach offiziellen Angaben eine Demokratisierung des Wahlprozesses an. Derzeit wählen noch Clan-Älteste die Abgeordneten, die wiederum den Präsidenten bestimmen. Die letzten allgemeinen Wahlen mit einer Stimme pro Bürger fanden 1969 statt. Seit über 30 Jahren wird das Land von einem Bürgerkrieg erschüttert. ### Opposition erhebt schwere Vorwürfe Der frühere Premierminister Hassan Ali Khaire erklärte, er sei von Regierungstruppen angegriffen worden, während er sich mit anderen Oppositionsführern auf die geplanten Demonstrationen vorbereitet habe. Die Verantwortung für etwaige Opfer oder Schäden liege beim Präsidenten, dessen Amtszeit abgelaufen sei. „Der Angriff sei ein schwerer Verstoß gegen die verfassungsmäßigen Rechte der Bürger und ein Versuch, friedliche Versammlungen zu unterdrücken. Er fordere Somalias internationale Partner nachdrücklich auf, unverzüglich zu handeln“, erklärte Hassan Ali Khaire. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück